Ezra: Zunahme rechter Gewalt

Erfurt (red) – Im Jahr 2018 gab es in Thüringen mehr rechtsmotivierte Gewalttaten als jemals zuvor. Das hat ezra, die Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, bei der Vorstellung der Jahresstatistik in Erfurt bekanntgegeben. Die Opferberatungsstelle registrierte im vergangenen Jahr drei rechte Angriffe pro Woche. Insgesamt wurden 162 rechtsmotivierte Angriffe festgestellt. Der Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeige, dass rechte Gewalt auf einem erschreckend hohen Niveau bleibe, hieß es in der Erklärung. Rassismus sei das häufigste Tatmotiv. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 186 Personen von der Opferberatungsstelle beraten.
Christina Büttner, Projektkoordinatorin bei ezra erklärte, Thüringen sei für bestimmte Gruppen von Menschen nicht mehr sicher, weil sie jederzeit damit rechnen müssten, Opfer eines rechten Angriffs zu werden. Die meisten solcher Angriffe erfolgten 2018 laut Statistik in Erfurt, im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und in Eisenach. Büttner appelliert an die Thüringen Landesregierung »eine unabhängige Antidiskriminierungsberatung einzurichten, wie es im Entschließungsantrag des Thüringer Landtages vom 1. März 2019 durch die Koalitionsfraktionen beschlossen wurde.«
Ezra arbeitet in Trägerschaft der EKM. Seit 2011 unterstützt die Beratungsstelle Menschen, die Opfer von rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt geworden sind.

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