EKM fordert Tempolimit

Novum: Deutschland ist das einzige EU-Land ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. Mit einer Petition will die EKM dies ändern. Dafür werden ab Aschermittwoch vier Wochen lang Unterschriften gesammelt.
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Kamingespräch: Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) startet am Aschermittwoch eine Petition für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf bundesdeutschen Autobahnen.

Von Willi Wild

Das verkündete EKM-Gemeindedezernent Christian Fuhrmann beim sogenannten Kamingespräch der Landeskirche in Magdeburg. Bei dem Termin Anfang des Jahres gibt die EKM am Bischofssitz in Magdeburg sowie im Landeskirchenamt in Erfurt Journalisten einen Ausblick auf die Ereignisse und Aktionen 2019.
Fuhrmann sagte, dass man die öffentliche Petition beim Bundestag einreichen wolle. Ziel seien 50 000 Unterschriften in vier Wochen für diese Eingabe, dann könne eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss erreicht werden. Er werde die Petition stellvertretend für die Landeskirche einreichen, so der Oberkirchenrat. Der Landeskirchenrat habe ihn dazu bevollmächtigt. Die EKM verstehe die Initiative als Beitrag zum Umweltschutz. Zudem sei Deutschland das einzige Land in der EU ohne Tempolimit auf Autobahnen. Mit einer Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit werde auch die Verkehrssicherheit erhöht, heißt es in einer Mitteilung.

GKR-Briefwahl für alle

Im Oktober werden die Kirchenältesten der Gemeindekirchenräte (GKR) gewählt. Etwa 600 000 Gemeindemitglieder ab dem 14. Lebensjahr sind wahlberechtigt. Die Wahl soll in der Regel als allgemeine Briefwahl durchgeführt werden. Das habe bei der vergangenen GKR-Wahl 2013 eine Steigerung der Wahlbeteiligung von 11 auf 31,4 Prozent bewirkt, hieß es beim Kamingespräch. Gesucht werden über 14 000 ehrenamtliche Kirchenälteste für cirka 1 800 Gemeindekirchenräte. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Zu den Aufgaben gehören neben der geistlichen Leitung die Verabschiedung des Gemeindehaushalts, die Durchführung von Bauvorhaben oder Personalentscheidungen.

Sexueller Missbrauch

Beim Kamingespräch berichtete Personaldezernent Michael Lehmann über den Stand der Aufarbeitung sowie der Prävention von sexuellem Missbrauch in der EKM. Eine unabhängige Kommission habe bisher sechs Fälle von sexuellem Missbrauch von drei Frauen und drei Männern durch fünf Täter bearbeitet. Die Taten lagen in den 70er bis 90er Jahren. Die Täter waren drei Pfarrer, ein Ehrenamtlicher, der mit Jugendlichen gearbeitet hat, und ein Kreisjugendwart. Bislang seien 30 000 Euro finanzieller Unterstützung für die Opfer gezahlt worden, teilte der Oberkirchenrat mit. Außerdem seien finanzielle Hilfeleistungen für Therapiekosten geflossen. Bis 2022 soll in allen Kirchenkreisen die Mehrheit der hauptamtlichen Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst eine Fortbildung zur Missbrauchsprävention absolviert haben; dann sei sie nur noch für Berufsanfänger vorgesehen. Ansprechperson ist die Landespolizeipfarrerin in Sachsen-Anhalt, Thea Ilse.
Weitere Themen beim Jahrespressegespräch der Landeskirche waren 30 Jahre Friedliche Revolution und 10 Jahre EKM. Daneben wurde auf den bevorstehenden Kirchbautag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Erfurt hingewiesen und über die Finanzausstattung der Schulen in kirchlicher Trägerschaft informiert. Über das zweite Kamingespräch im Landeskirchenamt in Erfurt berichten wir in der nächsten Ausgabe.

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Online-Redaktion aus Weimar

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