Wort zur Woche
Er wird wiederkommen und ist schon da

Foto: epd-bild/Heike Lyding
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Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sacharja 9, Vers 9b

Jesus wird wiederkommen. Lassen wir die Worte unseres Glaubensbekenntnisses nicht zu einem bloßen Lippenbekenntnis verkommen. Sonst rechnen wir nicht mehr mit ihm und sehen ihn nicht.

Von Thorsten Minuth

Haben Sie die Bilder aus dem Sudan vor Augen? Von dem schrecklichen Völkermord, der sich dort ereignet? Da mag einem doch die Hoffnung vergehen.

Doch Jesus kommt zu uns. Schon in dieser Welt. Als Gerechter und als Helfer. Er zieht in unser Herz ein, und wir dürfen ihn freudig begrüßen, ihm das Hosianna singen, weil er da ist. Wir sind auch in dieser Welt nicht allein. Der, dem wir all unsere Sorgen anvertrauen dürfen, ist in unserem Leben zugegen. Jesus ist selbst in der tiefsten Not da.

Angesichts der Schreckensbilder im Fernsehen ist mir eine alte Frau wieder eingefallen, die mir vor mehr als 20 Jahren von dem Elend erzählt hat, das sie als Waisenkind im nördlichen Ostpreußen, interniert von den Sowjets, erlebt hat. Bis Ende 1949 musste sie unter jämmerlichsten Bedingungen jahrelang von der Hand in den Mund leben. Sie erzählte von Hunger und Schmutz und Krankheit, von Mord und von hundertfachem Sterben um sie herum. Sie endete mit den Worten: „Weil mein Heiland mir Tag für Tag geholfen hat, weiß ich, dass er lebt und noch etwas mit mir vorhat.“ Beschämt von ihrem Glauben, ging ich nach Hause.

So groß ist Jesus: Der gerechte Gott hat sich tief herabgebeugt, um bei uns zu sein. Selbst an Orten, schlimmer als die Hölle, wie sie nur Menschen Menschen bereiten können, lässt er sich finden. So kommt mein König in diese Welt, dem ich doch dienen will: ganz "ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht." Jesus wird wiederkommen. Und bis dahin kommt er immer wieder zu denen, die ihm ihre Not hinhalten und ihm ihr Leben übergeben. Dann ist Gottes Reich gegenwärtig, auch da, wo Völker Völker morden und unendliches Leid geschieht.

Der Autor ist Pfarrer in Wollin.

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Pfarrer Thorsten Wollin | Foto: T. Wollin
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Online-Redaktion

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