Wort zur Woche
Auf Schalke mit dem Spielführer der Gläubigen


Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.
Lukas 10, Vers 16a

Sie singen auf den Rängen. Laut und verständlich. Manchmal etwas heiser. Eine Choreographie haben sie auch vorbereitet. Sie stehen zu ihrer Mannschaft, zum Team, zum Trainer.

Von  Paul Andreas Freyer

Einer für alle, alle für einen. Man hört sie auf dem Platz und im Stadion. Man erkennt sie an ihren Schals, ihren Trikots und an ihren Hymnen. Die ganze Saison über. Kein Weg ist zu weit, keine Tour zu teuer. Manche von ihnen sind schon seit Generationen dabei. Bereits der Großvater war „eisern“, der Onkel „auf Schalke“ und für meine Familie geht der „Stern des Südens“ auf. Sportvereine sind stolz, wenn sie in der Gesellschaft angekommen sind, wenn Fan-Initiativen etwas bewegen, wenn Trainer, Team und Traumkulisse zueinander passen. Denn alle sind „Mannschaft“.

Gemeinsam siegen, gemeinsam verlieren, gemeinsam durchs Leben. Wie in der „Gemeinschaft der Gläubigen“: Kirche, Freikirche, Gemeinde. In der „Liga der Christenheit“ spielt so manche Truppe mit … großer Gott. Und die, die diesen Alltag, diese Gemeinschaft und dieses Leben nicht kennen, verdrehen oft die Augen über diese frommen Vögel. Manchmal nicken sie auch anerkennend. Und nicht wenige werden neugierig. „Wer euch hört, der hört mich“.

Es ist also nicht egal, was Tag für Tag gesungen und gesagt wird. Was auf dem Banner steht. Wie man so miteinander umgeht, im Stadion des Lebens. Wer sich zu erkennen gibt, steht immer im Fokus der Masse. Und die kann hämisch, hart und hässlich sein. Die kann einem zusetzen und einen fertigmachen. Da wird das Verhalten der Frommen ganz besonders aufs Korn genommen. Da wird nicht selten verlacht, verachtet und verdammt.
Macht nichts, sagt der Spielführer der Gläubigen, Jesus Christus: Wir gehören zusammen. Wir sind Gemeinde: „Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich“. Gestern war gestern und heute ist heute. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung. Und ich höre die singen, die mit mir auf dem Weg sind. „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn.“ Hört! Hört!

Der Autor ist Lektor im Kirchenkreis Weimar.

Autor:

Online-Redaktion

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