"Kufiyas in Buchenwald"
Bündnis kritisiert Kampagne
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Rund um den 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald planen israelkritische Gruppen Veranstaltungen vor Ort. Dazu aufgerufen haben auch Organisatoren, die den Terror der Hamas relativieren.
Weimar/Frankfurt (epd). Ein Bündnis von 17 Organisationen fordert, die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ zu stoppen und die KZ-Gedenkstätte vor politischer Instrumentalisierung zu schützen. Der 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald dürfe nicht für antijüdische Agitation missbraucht werden, erklärten die Unterzeichnenden in einer am Sonntagabend veröffentlichten Stellungnahme. Die angekündigten Protestaktionen der maßgeblich von linksextremen Kräften organisierten Kampagne müssten mit allen rechtlich zulässigen Mitteln unterbunden werden.
Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören unter anderem das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender, das American Jewish Committee Berlin, die Deutsch-Israelische Gesellschaft sowie die Jüdische Landesgemeinde Thüringen. Deren Vorsitzender Reinhard Schramm betonte, Buchenwald sei ein Ort, der für viele Juden die meist fehlenden Gräber ihrer ermordeten Angehörigen ersetze. „Wir lassen uns Buchenwald nicht von Antisemiten entweihen“, sagte Schramm.
Nach Angaben der Initiatoren plant die israelkritische Kampagne für den 11. und 12. April 2026 eigene Veranstaltungen in Weimar und an der Gedenkstätte Buchenwald abseits des offiziellen Programms. Vorgesehen sind unter anderem ein Rundgang durch das ehemalige Lager, Vorträge, eine Podiumsdiskussion sowie eine Mahnwache am Glockenturm des Mahnmals.
Jüdische Organisationen sehen darin einen Angriff auf die Würde des Erinnerungsortes. In der Stellungnahme wird zudem auf Verbindungen einzelner beteiligter Gruppen zu Organisationen verwiesen, die den Terror der Hamas relativiert hätten.
Autor:Online-Redaktion |
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