Italien: «Sea-Watch 3» wieder freigegeben

Berlin (epd) – Das Mitte Mai in Italien beschlagnahmte zivile Rettungsschiff «Sea-Watch 3» darf wieder auslaufen. «Gerade haben wir die offizielle Nachricht erhalten, dass unser Schiff nicht länger konfisziert ist und in den Einsatz zurückkehren kann», teilte die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch am vergangenen Samstagnachmittag auf Twitter mit.
Die «Sea-Watch 3» hatte Mitte Mai 65 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Tagelang mussten die Geretteten und die Crew ausharren, bis sie in Lampedusa an Land gehen konnten. Das Schiff wurde beschlagnahmt und nach Sizilien gebracht, gegen Kapitän Arturo Centore wird wegen des illegalen Einschleusens von Menschen ermittelt. «Die Ermittlungen sind noch nicht eingestellt», sagte ein Sea-Watch-Sprecher. «Aber wir gehen davon aus, dass das passieren wird.» Sea-Watch wird unter anderem von der Evangelischen Kirche in Deutschland unterstützt.
Die italienische Regierung geht seit Monaten gegen die private Seenotrettung vor. Auch italienischen Marineschiffen, die Flüchtlinge gerettet hatten, sei die Einfahrt in italienische Häfen verboten. Laut einem Sea-Watch-Sprecher ertranken in den vergangenen Tagen mehrere Migranten im Mittelmeer, unter anderem weil die italienische Marine ihnen die Hilfe verweigert hatte, obwohl sie in der Nähe war.

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