Kirche der Zukunft
Die Tore stehen offen

- Land der offenen Fernen: Mit diesem Bild wirbt die Rhön für sich. Dieselbe Sehnsucht nach Weite, mit Platz für kreative Ideen und engagierte Ehrenamtliche, würde auch der Kirche guttun, meint Christoph Ernst.
- Foto: Klaus Nowottnick – stock.adobe.com
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Zwischen Tradition und Innovation: Die Kirche der Zukunft stellt sich unser Autor farbenfroh vor, wie eine ausgedehnte Hochrhön-Wiese im Frühsommer. Doch er weiß: Wandel braucht Geduld.
Von Christoph Ernst
Im Jahr 1886 schreibt Leo Tolstoi in seinem Buch „Die Macht der Finsternis“ den ernüchternden Satz „Die Menschen gehen lieber zugrunde, als dass sie ihre Gewohnheiten ändern.“ Manchmal denke ich, dass Tolstoi damit auch im Blick auf unsere real existierende Kirchenorganisation recht behalten könnte: zu festgefahrene Strukturen und zu viele Traditionen, bei deren Wegfall es „nicht mehr meine Kirche“ wäre. Dazu eine tiefgreifende „Veränderungserschöpfung“, weil all die zäh errungenen Strukturanpassungen bereits zu viel Energie aus uns gesogen haben.
Autor:Online-Redaktion |
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