Corona-Krise: Gemeinsame Erklärung
Versöhnend in die Gesellschaft wirken

Führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung und der Freikirchen haben angesichts der Corona-Krise Christen dazu aufgerufen, geistliche Orientierung zu geben und verantwortlich zu handeln. Man wolle achtsam mit dem Grundrecht der ungestörten Religionsausübung umgehen, „auf geltende Ordnungen achten und auf keinen Fall durch Leichtfertigkeit zu einer verstärkten Corona-Verbreitung beitragen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die von der Deutschen Evangelischen Allianz (EAD) mit Sitz in Bad Blankenburg in Thüringen verbreitet wurde.
Eine achtköpfige Initiativgruppe hat das Papier verfasst. Zu ihr gehören der Allianzvorsitzende Ekkehart Vetter, der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Generalsekretär Christoph Stiba, und der Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Frank Spatz. Ferner sind 31 Unterstützer aufgelistet. Weiter heißt es: „Wir glauben, dass es elementar wichtig ist, die geistliche Dimension der gegenwärtigen Lage zu thematisieren. Darum ermutigen wir unsere Mitchristen zum Verzicht auf Aktionismus und zu mehr Gelassenheit, Tiefgang, Besinnung und Ausrichtung auf Jesus Christus.“ Christen hätten eine Hoffnung, die über das natürliche Leben hinausgehe.

Geistliches Leben durch Maßnahmen nicht in Gefahr
Die Verfasser zeigen sich überzeugt, „dass gesundes geistliches Leben in Gemeinden, die für einige Zeit ihre Aktivitäten zurückfahren müssen, sich nicht durch eine Pandemie ersticken lässt“. Zum Streit um die Corona-Maßnahmen heißt es: „Insbesondere die Maßnahmen, die Grundrechte betreffen, brauchen Diskussion in der Gesellschaft und Entscheidungen der Parlamente.“ Man sei dankbar für politische Verantwortungsträger, die ernsthaft bemüht seien, die Bürger durch Reduzierung der zwischenmenschlichen Kontakte zu schützen: „Dieses Bemühen unterstützen wir durch die entsprechende Gestaltung des Gemeindelebens.“
Die Verfasser weisen ferner „Verschwörungstheorien und unsolidarische Verhaltensweisen“ zurück. Sie rufen Christen vielmehr dazu auf, durch ihr Reden und Verhalten versöhnend in die Gesellschaft hineinzuwirken. Außerdem gelte es, für die Betroffenen der Pandemie zu beten. „Wir wollen die Zeit nutzen zu mehr Barmherzigkeit Menschen gegenüber, die wegen dieser extremen Lage wirtschaftlich, sozial und psychisch leiden“. Christen sollten ihnen durch praktische Hilfe und konkrete Zuwendung die Erfahrung von Gottes Liebe ermöglichen.

(idea)

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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