Ansturm auf US-Kapitol
Kirchenvertreter entsetzt

Jesus saves - Jesus rettet, war auf einem Plakat auf den Stufen des Capitols in Washington zu lesen.
  • Jesus saves - Jesus rettet, war auf einem Plakat auf den Stufen des Capitols in Washington zu lesen.
  • Foto: Screenshot CNN: G+H
  • hochgeladen von Mirjam Petermann

Washington (epd) - Mit Entsetzen haben US-amerikanische Kirchenvertreter auf die gewaltsame Erstürmung des Kapitols in Washington durch Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump reagiert. Auch evangelikale Verbündete des Präsidenten verurteilten die Aktion. Die Gewalttaten seien ein «Angriff auf die Demokratie», erklärte der Vorsitzende der konservativen «Koalition für Glauben und Freiheit», Ralph Reed.

Trump-Anhänger waren am Mittwoch in das Kapitol eingedrungen und hatten den Abbruch der Sitzung erzwungen, bei der Senat und Repräsentantenhaus den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bestätigen sollten.

Trump müsse die Gewalt verurteilen, forderte James David Greear, Präsident der größten protestantischen Kirche in den USA, des Südlichen Baptistenverbandes. Der Präsident der Universität «Southern Baptist Theological Seminary», Albert Mohler, sagte, Trump sei verantwortlich für das Chaos. Mohler hatte vor der Präsidentenwahl erklärt, er werde für Trump stimmen. Megakirchenpastor Rick Warren verurteilte den Ansturm als Verrat und Terrorismus.

Der Präsident der katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof José Gomez, betonte, Amerikaner müssten den «Werten der Demokratie» verpflichtet sein. Erzbischof William Lori beklagte die «schockierenden und gesetzeswidrigen Proteste».

Auch der leitende Bischof der anglikanischen Episkopalkirche, Michael Curry, zeigte sich bestürzt. Der Ansturm habe die «Integrität unserer Demokratie» bedroht, sagte Curry. Bewaffnete Demonstranten hätten einen Staatsstreich versucht.

Der Geschäftsführer des jüdischen Menschenrechtsverbandes Anti-Defamation League, Jonathan Greenblatt, warf Trump vor, er habe zur Gewalt angestiftet. Soziale Medien müssten Trump blockieren. Der Kurznachrichtendienst Twitter hatte Trumps Konto am Mittwochabend (Ortszeit) für zwölf Stunden gesperrt. Facebook blockierte Trump für 24 Stunden.

Autor:

Mirjam Petermann

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