Bildergalerie zu 70 Jahre Lutherhaus
Eine Schule der Aufmerksamkeit

Anschnitt der Geburtstagstorte: Landesbischof Friedrich Kramer (v.l.), Museumsdirektor Jochen Birkenmeier, Eisenachs Kulturdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) sowie Landrat Michael Brodführer (CDU) | Foto: Paul-Philipp Braun
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  • Anschnitt der Geburtstagstorte: Landesbischof Friedrich Kramer (v.l.), Museumsdirektor Jochen Birkenmeier, Eisenachs Kulturdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) sowie Landrat Michael Brodführer (CDU)
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Das Lutherhaus steht seit über 750 Jahren in Eisenach. Ein Museum ist es erst seit 70 Jahren. Dessen Gründung im Mai 1956 hat nun den Anlass gegebn, Bestehen und Wirken der international bekannten Lutherstätte zu feiern. Mit einem Festakt begingen die Stiftung Lutherhaus Eisenach und ihre Gäste das Jubiläum.

Luthers liebes Haus

Als die Wartburg und die Lutherstätten in Wittenberg unter die ideologische Kontrolle des SED-Staats gerieten, förderte der damalige Landesbischof Moritz Mitzenheim den Ankauf des Hauses, das zuvor jahrzehntelang als Themenrestaurant betrieben worden war . So sicherte er die Erinnerung an Luther und die Reformation in kirchlicher Hand.

Eisenachs Dezernent Ingo Wachtmeister (SPD) und Wartburgkreis-Landrat Michael Brodführer (CDU) würdigten beim Festakt die Bedeutung des Hauses für Region und Stadtgesellschaft. Direktor Jochen Birkenmeier blickte auf sieben Jahrzehnte Museumsgeschichte zurück und skizzierte Perspektiven für die Zukunft. EKM-Landesbischof Friedrich Kramer bezeichnete Museen in seiner Festrede als „Schulen der Aufmerksamkeit"; ein Bild, das auf das Lutherhaus besonders zutrifft: Als einer der letzten noch in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Erinnerungsorte der Reformation steht das preisgekrönte Museum heute nicht nur für die zeitgemäße Vermittlung kulturhistorischer Inhalte, sondern auch für die selbstkritische Aufarbeitung des NS-Kapitel der Kirchengeschichte. Ein Projektm, das ursprünglich von Schüllerinnen und Schülern des Eisenacher Luther-Gymnasiums angestroßen worden war. Zum Jubiläum waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Landeskirche zusammengekommen. Auch die Kirchenzeitung feierte als Partner des Museums mit.

Das Lutherhaus gilt als eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Thüringens. Luther soll hier während seiner Schulzeit von 1498 bis 1501 bei der Familie Cotta gewohnt haben.

Autor:

Paul-Philipp Braun

Webseite von Paul-Philipp Braun

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