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Beten statt verzweifeln

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Die Welt ist im Umsturz. Alte Einsichten zählen nicht mehr. Die Menschen sind verunsichert, suchen Halt. Sie schließen sich zusammen – und grenzen sich zugleich damit voneinander ab. Nur die eigene Gruppe hat recht. Die anderen irren sich. Sekten entstehen.

Von Joachim Liebig

Ich rede von den Jahren nach 1840. Die Industrie schafft enor-men Reichtum, aber die, die in der Industrie arbeiten, haben nicht genügend zum Leben. In England. Und weltweit. Es ist zum Verzweifeln. Kann man keine Gegenmacht aufbauen?

In England treffen sich Männer und Frauen und gründen eine Allianz. Nicht mit Waffen, sondern mit Gebet.

Und es gelingt. Christen aus unterschiedlichen Ländern treffen sich und beten. Die Unterschiede lassen sie mal beiseite. Zusammen beten geht auch so. Nicht nur einmal. Jahr für Jahr und weltweit. Und mittlerweile seit 176 Jahren.

In der zweiten vollen Januarwoche wird auch in Deutschland diese Gemeinschaft im Gebet geknüpft.
Am Sonntag beginnt es wieder. In Kirchen und Gemeindehäusern, in Wohnzimmern und digital treffen sich Menschen zum Gebet – deutschlandweit, weltweit. Viele Hunderttausende. Die am längsten jährlich und regelmäßig stattfindende Gebetsveranstaltung.

Um Gemeinschaft und Ruhe geht es in diesem Jahr unter dem Motto „Der Sabbat – Leben nach Gottes Rhythmus“. Bitter nötig und dringend zu schützen – damals und heute. Eine Woche lang finden sich Betende zusammen: ernsthaft, ehrlich, besorgt, aber nicht mutlos. Dafür bin ich dankbar … und bete mit.

Der Autor ist "Glaube+Heimat"-Herausgeber, Kirchenpräsident der Landeskirche Anhalts und Sprecher der MDR-Radioandachten vom 9. bis 15. Januar.  

Kirchenpräsident Joachim Liebig
Autor:

Online-Redaktion

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