Telefonseelsorge
Krisenbewältigung per App

Siegen (epd) - Mit einem kostenlosen App-Angebot will die ökumenisch organisierte Telefonseelsorge Deutschland die Suizidprävention verbessern. Unter Federführung der regionalen Einrichtung Hagen-Mark hat die Telefonseelsorge einen App-Prototypen als sogenannten «Krisen-Kompass» der Öffentlichkeit vorgesstellt. Bis zum Jahresende soll die App dann endgültig fertiggestellt sein und in App-Stores für iOS- und Android-Smartphones kostenlos angeboten werden.

Über bundesweite Sponsoren-Aktionen haben die Leiter der Telefonseelsorge, Birgit Knatz und Stefan Schumacher, in den vergangenen sechs Monaten 120 000 Euro für die Entwicklung der Krisen-App erhalten, wie die Telefonseelsorge mitteilte. Weitere 30 000 Euro sollen noch zusätzlich eingeworben werden, um die App mit einem weiteren Analyse-Instrument zu ergänzen.

Zu den Angeboten der App gehören den Angaben zufolge Listen mit Beratungsstellen und privaten Vertrauenspersonen und Notfallnummern. Außerdem soll es Vorschläge zur Entspannung und zur Soforthilfe geben sowie die Bereitstellung eines akuten, individuellen Krisenplans.

Der Krisen-Kompass richte sich nicht allein an Suizid-Gefährdete, sondern an alle Menschen, die sich Sorgen um jemand anderen machten, hieß es. Das Angebot könne auch zur Trauerbegleitung für Angehörige genutzt werden. 

krisen-kompass.app

Autor:

Online-Redaktion

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