Staat-Kirchen-Gespräch in Thüringen
Weiter auf Abstand

Notiert Ungeachtet der von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in Aussicht gestellten weiteren Lockerungen wollen die auf dem Gebiet des Freistaats aktiven Landeskirchen und Bistümer an den Abstands- und Hygiene-Regeln im religiösen Alltag festhalten. Das erklärten ihre Leitenden Geistlichen nach dem traditionellen Bischofsgespräch am 25. Mai in der Erfurter Staatskanzlei. Zugleich bedankten sie sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Eindämmung der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen.
Als Christen habe man mit Geboten durchaus Erfahrungen, reagierte Landesbischof Friedrich Kramer auf Ramelows Ankündigung, künftig weniger auf landesweit geltende Verbote zu setzen. Die EKM sei in vier Bundesländern mit zum Teil unterschiedlichen Regelungen aktiv. Dabei habe sich das Prinzip "lieber restriktiv als leichtsinnig" bewährt.
Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, unterstrich, dass ein Infektionsgeschehen wie zuletzt in einer Frankfurter Baptisten-Gemeinde durch die Hygienekonzepte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) weitgehend ausgeschlossen werden könne. An dem Treffen nahm auch der erst Ende April in sein Amt eingeführte Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Tobias Bilz,teil.
Der Ministerpräsident bot Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an. Auch von den Kirchen getragene Einrichtungen wie Tagungszentren, Begegnungsstätten oder Freizeiteinrichtungen für Jugendliche und Kinder sollen Mittel aus dem geplanten Sondervermögen des Landes in Höhe von etwa 1,2 Milliarden Euro erhalten, versprach Ramelow. Erste Versuche der Kirchen, Soforthilfen des Landes zu erhalten, seien noch gescheitert, fügte er hinzu. Auf der Tagesordnung stand auch das Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen". (epd)

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Online-Redaktion aus Weimar

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