Digital und dezentral wird der Ökumenische Kirchentag auch in Mitteldeutschland gefeiert
Ökumene beginnt zu zweit

Durchblick: Ein ehrenamtlicher Helfer packt Pakete für Kirchengemeinden, hier ein Reinigungstuch für Displays mit dem Motto "schaut hin", zum Ökumenischen Kirchentag vor dem Bildschirm.
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  • Durchblick: Ein ehrenamtlicher Helfer packt Pakete für Kirchengemeinden, hier ein Reinigungstuch für Displays mit dem Motto "schaut hin", zum Ökumenischen Kirchentag vor dem Bildschirm.
  • Foto: Fotos (2): kna-bild/Angelika Zinsow
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Die Pandemie macht erfinderisch: Erstmals wird der Ökumenische Kirchentag (ÖKT) vom 13. bis 16.Mai nicht nur am geplanten Ort Frankfurt ausgetragen, sondern findet "digital und dezentral" statt. Ein Online-Angebot auf der Website des ÖKT bildet einige ausgewählte Veranstaltungen ab und bietet Raum für neue Formate. Die große Neuerung aber ist: "Der Ökumenische Kirchentag findet bei uns statt", informiert Ulrike Greim, Mitglied des Landesausschusses Mitteldeutschland des Deutschen Evangelischen Kirchentags und Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Das heißt konkret: "Wir sind gefragt. Wir in unseren Gemeinden."
Möglich sei vieles, so Greim weiter. Erstens: Vor den Bildschirmen sitzen und dem Programm von Donnerstag bis Sonntag zuschauen und kommentieren. Zweitens: Sich so verabreden, wie es gerade erlaubt und möglich ist, zuhause oder in Gemeinderäumen. "Es geht tatsächlich um dich und mich. Nicht auf andere warten. Jetzt geht es ums Selbermachen", appelliert Greim.


"Der ÖKT funktioniert nur mit uns. Wir erfinden ihn. Den hat es so oder so ähnlich noch nicht gegeben"

Drittens: Mindestens einen anderen Menschen einladen, am besten jemand „aus dem anderen Topf“, wie Greim es nennt. Einen Katholiken, eine Baptistin, einen Mennoniten, eine feurige Atheistin. Alles sei möglich und diene der Sache. Mit demjenigen könne man einige digitale Angebote aus Frankfurt ansehen und dann gemeinsam nachdenken und debattieren – ob digital per Videochat oder analog im Garten, beim Wandern oder Pilgern. "Ökumene beginnt zu zweit."
Je nach Pandemie-Lage könnten sich auch Familien, Gesangsgruppen oder Posaunenchöre gegenseitig einladen, Gemeinden gemeinsam den Himmelfahrtsgottesdienst gestalten oder über den Live-Stream den ÖKT-Abschlussgottesdienst ansehen. Planen Gemeinden eigene digitale Angebote, kann die Landeskirche dabei mit Kirchentagsliedern unterstützen. Und: für das richtige Kirchentagsgefühl können Feierpakete beim ÖKT bestellt werden. "Wichtig ist einfach: ökumenisch denken. Nicht nur in der eigenen Suppe schwimmen. Denn: Der ÖKT funktioniert nur mit uns. Wir erfinden ihn. Den hat es so oder so ähnlich noch nicht gegeben. Das ist eine Chance", so Ulrike Greim weiter.
Der Landesausschuss in Mitteldeutschland unterstützt die Beteiligung am Ökumenischen Kirchentag 2021 „digital und dezentral“, auch finanziell: Evangelische Gemeinden und evangelische oder ökumenische Gruppen auf dem Gebiet der EKM können einen Förderantrag stellen.

(red)

Anregungen und Unterstützung: mitteldeutscher-kirchentag.de oekt.de

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Utensilien für den Kirchentag in den eigenen vier Wänden, von der Kerze bis zum Weinbecher
Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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