Südthüringen
Kompromiss gefunden
- Michael Wegner
- Foto: Foto: Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld
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Neuhaus-Schierschnitz. Michael Wegner ist zum Interims-Superintendenten des künftigen Kirchenkreises Südthüringen gewählt worden. Dafür hatten die Synodalen der vier Kirchenkreise Henneberger Land, Hildburghausen-Eisfeld, Meiningen und Sonneberg auf ihrer Tagung in Neuhaus-Schierschnitz am 15. November gestimmt.
Von Beatrix Heinrichs
Ihr Votum fiel eindeutig aus: 100 der 101 Synodalen sprachen sich für den derzeitigen Superintendenten im Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld aus. Damit ist der 64-Jährige für ein Jahr nach Südthüringen abgeordnet, um dort den Start des Fusionsprozesses zu begleiten. Zu den Stellvertretern wurden Nikolaus Flämig, Pfarrer in Heldburg und Ummerstadt sowie amtierender Superintendent von Hildburghausen-Eisfeld, sowie Anke Nagel-Kordak, Klinik- und Notfallseelsorgerin aus Sonneberg, bestimmt.
Interimsstelle war Vorschlag der Landeskirche
Der Vorschlag, eine Interimsstelle zu schaffen, stammte aus dem Landeskirchenamt. Nach der gescheiterten Superintendentenwahl im Juni habe man an dem Zeitplan für die Fusion der vier Kirchenkreise zum 1. Januar 2026 festhalten wollen, erklärte Michael Lehmann, Personaldezernent im Landeskirchenamt der EKM im Gespräch mit der Kirchenzeitung (G+H, Nr. 45). Eile bei der Klärung der Leitungsfrage war deshalb geboten, weil die Meininger Superintendentin Beate Marwede, die amtierend auch die Kirchenkreise Sonneberg und Hildburghausen-Eisfeld leitet, zum Jahresende in den Ruhestand geht.
Winter wird amtierende Superintendentin
Wegners Wechsel nach Südthüringen bedeutet auch für den Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld Neuerungen. Hier werde er von seinen Aufgaben befreit, erklärt die erste stellvertretende Superintendentin Ina Winter. Die Pfarrerin aus Kaulsorf rückt ab 1. Januar 2026 in das Amt nach und wird amtierende Superintendentin. Bei den Aufgaben in ihrer derzeitigen Stelle in Kaulsdorf soll sie entlastet werden. Hierzu sei man gerade in Gesprächen, um Lösungen zu suchen.
Ampel noch nicht im kritischen Bereich
Der Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld sei derzeit von den Strukturveränderungen, die viele Kirchenkreise in der EKM derzeit befassen, nicht betroffen, so Winter. "Wir sind ein sehr großer Kirchenkreis. Die Ampel ist bei uns noch nicht im kritischen Bereich." Unabhängig davon sei man in Gesprächen mit dem Kirchenkreis Schleiz. "Das ist aber noch sehr unverbindlich", erklärt sie.
Hintergrund
Weger war seit 2017 Superintendent im Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld. Zuvor war er unter anderem Superintendent in den Kirchenkreisen Egeln und Altenburg, stellvertretender Regionalbischof in der EKM sowie geschäftsführender Direktor der Geschäftsstelle "Luther 2017" und der Evangelischen Wittenbergstiftung in Wittenberg.
Autor:Beatrix Heinrichs |
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