Kirchen stiften Tora für jüdische Gemeinde

Erfurt (epd) – Nach dem Vorbild des Reformationsjubiläums 2017 wollen Kirchen und Land gemeinsam das Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen" ab Herbst 2020 vorbereiten. Die rot-rot-grüne Regierung habe die von der Jüdischen Landesgemeinde gemeinsam mit den Thüringer Katholiken und Protestanten entwickelte Idee dazu gern aufgegriffen, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach dem alljährlichen Treffen mit Kirchenvertretern. Eine Lenkungsgruppe widme sich den konkreten Vorhaben, sagte Landesbischöfin Ilse Junkermann. Als erstes Projekt kündigte sie die zum Teil öffentliche Anfertigung einer Tora-Rolle an, die anschließend der Jüdischen Landesgemeinde übergeben werden soll.
Weitere Themen des Treffens waren nach Angaben von Ramelow unter anderem die Finanzierung von Schulen in freier Trägerschaft, die Stärkung des Ehrenamts, das kirchliche Arbeitsrecht und der Katholikentag 2024 in Erfurt. In der Frage der mit Nazi-Symbolik versehenen Kirchenglocken erneuerte der Ministerpräsident die Bereitschaft des Landes, "kreativ zu schauen, wie wir auch finanziell helfen können."
An dem Treffen nahmen neben weiteren Ministern der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, der katholische Bischof des Bistums Erfurt, Ulrich Neymeyr, und der Dekan des Bistums Dresden-Meißen, Klaus Schreiter, teil.

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