Buchprojekt würdigt Luthers Bibelübersetzung
Eisenacher Evangelium

"Markusevangelium": Literatur aus Luthers lieber Stadt
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  • Foto: Cordula Lindörfer
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Die StartUp-Kirche in Eisenach hat 54 Menschen mit und ohne religiösen Hintergrund zu Martin Luthers Bibelübersetzungen befragt. Herausgekommen ist dabei das Buch „Markusevangelium – Eisenach diskutiert“. Ziel des Projekts sei es gewesen, den Wahrheiten des Evangeliums eine Form zu geben, die relevant für Menschen von heute sei, sagt Pastorin Cordula Lindörfer.

Mit dem Projekt zum Markus-evangelium sei zur Diskussion darüber angeregt worden, was die vor 500 Jahren von Martin Luther (1483–1546) übersetzten Bibeltexte heute mit den Menschen machten. "Die leitende Frage dabei war: Welche Bedeutung haben die Worte des Evangeliums heute noch?", so Lindörfer. Die 54 Eisenacher und Eisenacherinnen hätten das Buch mitgestaltet, in dem Luthers Übersetzungen deren Interpretation mit Texten, Gedichten, Wort-Collagen, Briefen und gemalten Bildern gegenübergestellt wurden. Die Autoren spiegelten in Bezug auf Geschlecht, Kultur und religiöser Überzeugung die Vielfalt Eisenachs wider, erklärt die Pastorin. Unter ihnen seien auch bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft.

Da die Umsetzung des Projektes in die Corona-Zeit fiel, habe die Kommunikation fast ausschließlich digital erfolgen müssen. Auch geplante Gruppenangebote hätten nicht umgesetzt werden können, bedauert die Theologin. Umso glücklicher seien alle Beteiligten gewesen, das fertiggestellte Werk zur Buchpräsentation im Eisenacher Elektrizitätswerk in den Händen halten zu können. "Es herrschte große Dankbarkeit unter den Autoren, dieses Projekt mitgestalten und so Eisenach und dem Jubiläum ein Gesicht geben zu können."

1000 Exemplare des Buchs habe man zunächst drucken lassen. Sie würden aktuell an verschiedenen öffentlichen Orten in Eisenach ausliegen, so die Pastorin. Auch zu Feierlichkeiten soll das Eisenacher "Markusevangelium" verteilt werden. So soll es unter anderem auch eine Buchpräsentation auf der Festwoche zum Jubiläum „500 Jahre Bibelübersetzung“ im September auf dem Markt in Eisenach geben.

Das „Markusevangelium“ solle Menschen einladen, biblischen Texten neu zu begegnen, würdigt der Eisenacher Superintendent Ralf-Peter Fuchs das Projekt. Es reihe sich in eine Fülle von Veranstaltungen ein, die die Bibelübersetzung Luthers auf der Wartburg vor 500 Jahren als Epizentrum eines geistlichen und kulturellen Bebens thematisieren und für heutige Fragestellungen öffnen.

Die StartUp-Kirche wurde 2018 als Initiative vom Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland gegründet. Das Buchprojekt wurde unter anderen durch die „Partnerschaft für Demokratie“ Eisenach und Wutha-Farnroda sowie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ getragen.

(red/epd)

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Online-Redaktion

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