Kirche am Huy wieder vorzeigbar
Die Turmzier angebracht
- hochgeladen von Uwe Kraus
Das Kirchspiel am Huy feiert die Fertigstellung der Kirchturmsanierung der Kirche St. Stephani in Dingelstedt mit der Anbringung der Turmzier. Zum Kirchspiel gehören die acht Gotteshäuser in Eilsdorf, Aderstedt, Dingelstedt, Badersleben, Vogelsdorf und Huy-Neinstedt sowie in Anderbeck und Pabstorf. Die Kugel und Wetterfahne werden im Anschluss an eine Andacht an der Spitze des Turmes befestigt.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte nach eigenen Angaben für die Sanierung des Kirchturms der St. Stephani-Kirche im zweitgrößten Dorf des Landkreises Harz 10.000 Euro zur Verfügung. "Das Gotteshaus gehört zu den über 660 Objekten, die die Stiftung dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte."
Am südlichen Ortsrand von Dingelstedt in der Einheitsgemeinde Huy befindet sich die St. Stephani-Kirche, die nach dem ersten Märtyrer Stephanus benannt wurde. Der stattliche barocke Kirchenbau wurde im Jahr 1714 errichtet. Bei dem Gotteshaus handelt es sich um einen Rechtecksaal mit älterem Westturm. Dieser stammt noch aus mittelalterlicher Zeit. Das Schiff wird von einer barocken bemalten Holztonne über unterlegten Rippen überspannt. Die einheitliche Barockausstattung, bestehend aus einem großen zweigeschossigen Retabel, einer Kanzel und einem Orgelprospekt, ist bis heute erhalten. Doch die ursprüngliche Orgel wurde leider wie alle bedeutenden Barockorgeln in der Gegend, im 19. Jahrhundert beseitigt und durch eine Orgel mit romantischer Grundhaltung ersetzt. Eduard Hülle aus Halberstadt erbaute 1880 die noch heute bestehende Schleifladenorgel.
Dingelstedt besaß einst mehrere Kirchen. Die Kirche St. Pankratii und die Liebfrauen-Kapelle sind bereits um 1400 „wüst“, die Kirche St. Petri wurde 1826 abgebrochen. Geblieben ist die St. Stephanikirche.
Foto: DSD/Stamm
Autor:Uwe Kraus |
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