Predigt
Waffen des Lichts

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Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. Römer 13, Vers 12

"Wie soll ich dich empfangen und wie begegn’ ich dir?", singen wir im Advent. Es ist die Frage aller Fragen an uns Christen, auch außerhalb der Adventszeit.

Von Dietlind Steinhöfel

Sie erinnert uns an den kommenden Erlöser, nicht nur als kleines Kind in der Krippe, sondern als der Erlöser, welcher am Ende der Zeit kommen wird. Wie also gehen wir ihm entgegen? Wie bereiten wir uns vor?

Der Apostel Paulus schreibt an die Christen in Rom: "Lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts."

Ich stelle mir vor: Jesus steht plötzlich vor mir. Und ich sage ihm: "Ich habe mich immer bemüht." Wird er den Kopf schütteln und mir antworten: "Du hast da was falsch verstanden. Du musst dich nicht verteidigen. Es geht nicht um deine Mühe. Es geht um Liebe"? Oder wie es Paul Gerhardt in seinem Lied ausdrückt: "Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht (…)." Denn er kommt mit Liebe, um "all Angst und Not zu stillen".

Es geht schließlich zuerst um Gottes Liebe, nicht um unsere, schon gar nicht um unser Bemühen. Wir sind wie ein leeres Gefäß, das gefüllt werden will von seiner Liebe. Das ist die Botschaft des Evangeliums für uns Christen. In diesen Tagen darf uns das besonders bewusst werden. Wenn wir die Hektik und alles, was uns beschwert, ablegen können und uns öffnen für das, was wirklich wichtig ist, werden wir frei und dürfen Licht werden in Zeiten, die nicht rosig sind und die Trost brauchen. "Waffen des Lichts" werden gebraucht, nicht die der Finsternis.

Gottes Liebe ist nahe herbeigekommen, will Paulus uns vermitteln. Denn es wird Tag und nicht Nacht. Der Morgen steht bevor. Gott will mit uns den Weg der Hoffnung gehen – durch die Adventszeit hindurch auf Weihnachten zu.

Die Autorin ist Ordinierte Prädikantin in Weimar.

Dietlind Steinhöfel

 | Foto: Burkhard Dube
Autor:

Online-Redaktion

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