Von Jesus ergriffen

Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
Apostelgeschichte 8, Vers 28

Von Werner Blum, Superintendent i. R., Schmölln

Da kommt Einer vom »Ende der Welt«, um im Tempel zu Jerusalem den Gott Israels anzubeten. Ein Hofbeamter aus Äthiopien, der die Finanzen verwaltet, gebildet. Ein Heide im Haus Gottes? Das war auch damals nicht alltäglich. Dann geht es zu wie in einer Wundergeschichte. Gott sendet seinen Engel und Geist und so kommen zwei Menschen zueinander, die sich ansonsten nie getroffen hätten.
Der Beamte kann sich eine teure Papyrusrolle leisten. Er liest im Buch des Propheten Jesaja und versteht nichts. Er benötigt Hilfe. Gottes Geist überwindet alle Umstände und Abstände und bringt Philippus zu dem Fremden. »Von wem redet der Prophet?«, ist die klare Frage des Fremden. Philippus antwortet ebenso klar: »Von Jesus, den Gott gesandt hat zum Heil für alle Menschen!« – Von diesem Jesus geht Leben aus, das kein Tod verschlingen kann. Trauernde werden getröstet, Weinende werden lachen, den Armen wird die Erde gehören. Jesus kann verfeindete Menschen wieder zusammen bringen und mit Hoffnung ausstatten. Gott hat zwar seinen Tod zugelassen, aber ihn nicht im Tod belassen. Er ist ein Gott der Lebenden. Mit ihm an unserer Seite haben wir den Tod hinter uns und leben auf der Straße der geschenkten Freiheit und verheißenen Zukunft.
Philippus erzählt von Jesus Christus. Geht das so einfach? Ja, das geht! Diese Geschichte ist das beste Beispiel dafür. Das verkündigte Evangelium findet Glauben. Und es folgt die Taufe. – Wer getauft ist, ist nicht mit allen Wassern gewaschen aber mit den Wassern der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit, der Liebe und des Friedens. Wer von Jesus ergriffen ist, erzählt begeistert von ihm und dem himmlischen Vater. Gott sucht den Menschen und hat unbeschreiblich viele Wege und Mittel. Fröhlich seine Straße ziehen, das ist viel mehr, als mal eben locker flockig gutgelaunt abzuziehen. Das hat etwas von getrost leben in den Widersprüchen und Spannungen des Alltags, mit einem Überschuss von Hoffnung und Gewissheit. – Die Lebenswege dieser beiden so unterschiedlichen Menschen haben sich gekreuzt. Sie behalten im Kreuz Jesu ihren bleibenden Schnittpunkt über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg. – Jede und Jeder kann mit Jesus seine Straße fröhlich ziehen voller Staunen, mit Lob und Dank.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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