Konzil von Nizäa
Tagung beleuchtet Gottesbilder in den Religionen

Foto:  epd-bild/Viktoria Kühne

Münster (epd). Forschende aus neun Ländern wollen ab 15. Oktober auf einer Tagung in Münster die Folgen des christlichen Konzils von Nizäa vor 1.700 Jahren für das Verhältnis zu Judentum und Islam diskutieren. «Das Bekenntnis des ersten gesamtkirchlichen Konzils der Geschichte ist bis heute für die katholische Kirche sowie die orthodoxen und die meisten protestantischen Kirchen von grundlegender Bedeutung», erklärte der katholische Dogmatikprofessor Michael Seewald laut dem Exzellenzcluster «Religion und Politik» der Universität Münster. Die Tagung ist der zweite Teil einer Doppelkonferenz der Universität Münster und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Der erste Teil fand im Februar in Rom statt.

In diesem Jahr jährt sich zum 1.700. Mal das erste ökumenische Konzil der Welt, das Konzil von Nizäa im Jahr 325. Es gilt als ein Schlüsselmoment in der Geschichte des christlichen Glaubens und für den ökumenischen Weg bis heute. Das Konzil hatte das Ziel, die Kircheneinheit zu wahren. Auf dem Konzil wurde das Fundament für zentrale Glaubensinhalte gelegt, auf deren Basis das spätere nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis und die Trinitätslehre entstanden - beide besitzen bis heute ökumenische Relevanz.

«Interreligiös betrachtet, vor allem was die jüdisch-christlichen und die christlich-islamischen Beziehungen angeht, hat Nizäa komplexe Fragen aufgeworfen, die wir auf der Konferenz interdisziplinär bearbeiten», fügte Seewald hinzu. Zur Konferenz vom 15. bis 17. Oktober werden Forschende aus den Fachbereichen Theologie, Philosophie, Geschichte, Judaistik und Islamwissenschaft erwartet. Die Doppelkonferenz «The Confession of the Council of Nicaea: History and Theology» (Deutsch: «Das Bekenntnis des Konzils von Nizäa:
Geschichte und Theologie») soll neue Forschungen zum Konzil als politisches Ereignis mit systematisch-theologischen Forschungen verbinden.

Auf der Konferenz sollen zudem Forschungen vorgestellt werden, wie das Bekenntnis von Nizäa aus jüdischer und aus islamischer Sicht gelesen wurde. So könne aus jüdischer und islamischer Sicht die Vorstellung, dass Gott einen Sohn hat, der genauso Gott ist wie er selbst, nicht akzeptiert werden. Papst Leo XIV. hatte im Mai angekündigt, zur ökumenischen Nizäa-Gedenkfeier im November nach Iznik und Istanbul zu reisen.

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Online-Redaktion

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