Predigttext zum Sonntag
Schlüssel des Todes

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Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
Offenbarung 1, Verse 17b.18 

Nun verschwindet auch das letzte äußere Zeichen der weihnachtlichen Zeit aus unseren Kirchen und Häusern: der Stern. Wir feiern den letzten Sonntag nach Epiphanias. Die festliche Zeit endet. Nun beginnen die "Mühen der Ebene". Der Aschermittwoch ist nicht weit. Die Sonntage bis dahin werden „Vor der Passionszeit“ genannt. Leiden, Schmerz und Tod Jesu werden die zentralen Themen sein. Das ist Grund genug, festzuhalten, was wir aus der weihnachtlichen Zeit mit hinein in diese sprichwörtlichen Mühen der Ebene nehmen.

Es ist zuerst die Menschlichkeit Gottes in dem Kind Jesus. So kommt er uns ganz nah, wird selbst Mensch. Weihnachten redet vom offenen Himmel für die Hirten, die im gesellschaftlichen Abseits stehen, und von der Einladung, dem Stern zu folgen, der allen Menschen den Weg zum Leben zeigen will. Das ist es, was ich aus der weihnachtlichen Zeit mitnehme.

Das, was vor uns liegt, beschreibt der Seher Johannes in der Offenbarung. Es ist eine wunderbare Ermutigung – in und durch die Mühen der Ebene hindurch: Fürchte dich nicht! Jeder Anfang und jedes Ende liegen in meiner Hand! Es ist nicht irgendeiner, der das sagt, sondern der durch den Tod gegangene Lebendige.
Das klingt gut, plausibel – wären da nicht die Herausforderungen des Alltags. Es ist schwer, diese Botschaft zu hören, wenn das, was wir gerade erleben, ganz anderes zeigt: Krieg und Leid im Nahen Osten, wieder Tote in den Feuern, und jetzt auch in den Überflutungen in Australien, das Coronavirus, persönliche Betroffenheit durch Krankheit und Streit in den Familien.

Johannes gelingt das Hören dieser Botschaft, indem er sich hinwendet zum Wort, niederfällt vor der Kraft des Lebendigen und sich berühren lässt von ihm. Aus meiner Sicht ist dies auch der einzige Weg für uns. Nur so können wir durch den Blick in die Zukunft, den Gott uns ermöglicht, Kraft gewinnen für die Gegenwart.
Auch wenn all die weihnachtlichen Sterne bald nicht mehr leuchten werden, ist der, der von sich sagt "Ich bin das Licht der Welt", mittendrin – in den Mühen der Ebene. Gott sei Dank.
Uta Krusche-Räder, Superintendentin in Pirna

Uta Krusche-Räder, Superintendentin in Pirna
Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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