Ostern geht die Sonne auf

Landesbischöfin Ilse Junkermann

Selbst wenn das Wetter sich trüb zeigt, es regnen oder gar schneien sollte: Ostern geht die Sonne auf! Das ist eine Glaubensaussage. Wie Jesus auferstanden ist, das wird uns nicht erzählt. Aber wie seine Auferstehung gewirkt hat und wirkt, davon wird uns erzählt und davon können wir erzählen:
»Vergessen sind Ängste, Not, Kummer und Schmerzen, / wir atmen freier und singen von Herzen: / Die Sonne geht auf: Christ ist erstanden! / Die Nacht ist vorbei.« Als Jesus gekreuzigt wurde, da hat sich der Himmel verdunkelt. »Die Sonne verlor ihren Schein«, berichtet Lukas. Erst am Ostermorgen geht sie wieder auf. Dazwischen liegt ein weiterer Tag, der Sabbat. Da mag die Sonne wohl geschienen haben wie an vielen anderen Tagen des Jahres auch. Doch an diesem Tag blieb sie für die Jüngerinnen und Jünger ohne Glanz und Wärme, ohne Licht und Kraft.
Am Ostermorgen ist diese Dunkelheit vorbei. Durchbrochen ist die Logik des Todes. Der Tod behält nicht das letzte Wort. Denn der Gekreuzigte lebt! Christ ist erstanden! Neues Leben, ewiges Leben bricht in unsere Wirklichkeit ein und ändert die Verhältnisse: Nun ist nicht mehr das Leben vom Tod umschlungen, nun umschlingt das Leben den Tod. So taucht das Licht der Ewigkeit die Welt in den neuen Schein der gewissen Hoffnung: Gott gibt seine Welt und seine Menschen nicht verloren.
Das lässt uns auch in Tagen ohne Glanz und Kraft durchhalten. Das gibt uns Kraft, den Todesmächten zu widerstehen und für das Leben einzustehen. Die Sonne ist Bild für Jesu Kraft und Geist, die nicht mehr totzukriegen sind. Deshalb räumen wir »Trübsal und Schatten beiseite / und tragen die Nachricht unter die Leute: Das Leben beginnt: Christ ist erstanden!« Weil Gott es so will.
Frohe Ostertage im Sonnenlicht der Auferstehung wünscht Ihnen
Ihre Landesbischöfin Ilse Junkermann

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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