Wort zur Woche
Erst blinzeln, dann vertrauen

Foto: epd-bild/Heike Lyding
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Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8, Vers 14


Ob Sie das als Kind bei Spaziergängen auch gemacht haben: die Augen schließen und weitergehen, nun mit geschärften Sinnen? Der Weg wird zum Abenteuer.

Von Angelika Hundertmark

Zuvor bitte ich einen der Erwachsenen, mich an Pfützen oder anderen Hindernissen vorbeizuleiten. Anfangs blinzele ich noch ein bisschen. Da bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich wirklich vertrauen kann. Werde ich rechtzeitig gewarnt, wenn ein Ast auf dem Weg liegt? Höre ich es, wenn ich auf die Kurve hingewiesen werde? Sind die Ratschläge hilfreich für mich? Nach den ersten Metern wage ich es dann. Ich merke: Ich kann mich verlassen. Meine Bezugsperson hinter mir meint es gut mit mir. Sie hat mich im Blick. Meine Schritte werden fester, allmählich auch etwas größer. Ich hatte als Kind Freude an diesem Experiment. Heute erinnere ich mich daran. In guter Absicht bin ich geleitet worden. Das hat mein Vertrauen gestärkt.

Sich von Gott führen zu lassen – davon spricht der Vers für diese Woche. Gott geht meinen Lebensweg mit. Gott hat Interesse an mir, an dir, an Ihnen. „Diejenigen, die sich von Gottes lebensbejahendem Geist bewegen lassen, die sind Gottes Kinder.“ Wenn wir vor Entscheidungen stehen: Von welchem inneren Kompass lassen wir uns dabei leiten? Welchem Gedanken, welcher kleinen inneren Regung folgen wir? Unser Wochenspruch ermutigt uns dazu, unsere Fühler nach Gottes wirksamer Kraft auszustrecken. Ja, mehr noch: Es lohnt sich, dass wir uns an Gottes Fürsorge orientieren.

Wer sich von Gottes Zuwendung anstecken und anspornen lässt, wird nicht absichtlich einer oder einem anderen das Leben erschweren. Da ist kein Platz für ein Gerede hinter dem Rücken oder für anonymes Hetzen. Gott hat uns im Blick und begegnet uns mit guten Absichten. Und Gott traut es uns zu, dass wir unsere Mitmenschen und Mitgeschöpfe ebenso fürsorgend in den Blick nehmen. So leben wir danach, dass Gott uns als seine Kinder annimmt.

Die Autorin ist Pfarrerin und Studienleiterin  am Pastoralkolleg Drübeck.

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Angelika Hundertmark | Foto: A. Hundertmark
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