Worte zum Tag aus Meran
Donnerstag, 2. April

Einen guten Start in den Tag!

Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.
Psalm 71,17 

Simeon nahm das Kind Jesus auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.
Lukas 2, 28-30 

Jerusalem, die Sonne brennt und erhellt die lebhafte Stadt mit einem hellen und warmen Licht. Menschen drängeln sich durch die steinernen Gassen, viele wollen zum Tempel, es herrscht ein geschäftiges Treiben. Da kommt eine junge Familie mit ihrem Kind auf dem Arm. Nach altem Brauch wollen sie in den Tempel um zu beten. Auf der Höhe des Tores steht ein alter gebrechlicher Mann. Es scheint, als habe er sehnsüchtig auf diesen Augenblick gewartet. Er nimmt das Kind auf den Arm und für einen Moment scheint die Zeit stehen zu bleiben. Der kleine Jesus zaubert dem alten Simeon ein Lächeln ins Gesicht. Simeon, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, hatte sein Leben gelebt. Aber eins fehlte ihm noch, die Begegnung mit dem Gesalbten, dem Christus. Vom Heiligen Geist war ihm geweissagt worden, dass er vor seinem Tod den Messias noch sehen sollte. Wie in Zeitlupe nahm der das Kind auf den Arm, wurde erfüllt und lobte Gott…

Ich bekomme in diesen Tagen viele Bilder von Neugeborenen: Max aus Meran, Frieda Elisabeth aus Ammern, Mathilde aus Magdala, Joseph, Lea, Lisa …

Diese Bilder machen mir Mut und Hoffnung, neues Leben entsteht, das Leben geht weiter. Ich weiß wie es sich anfühlt, ein Neugeborenes auf dem Arm zu halten. Dieses Gefühl ist mehr als nur ein Familienzuwachs, mehr als ein neuer Name oder eine steigende Statistik. Ein Wunder begegnet uns in jedem neuen Leben. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen andere Bilder unserem Leben Angst machen, brauchen wir diese Bilder, die vom Familienglück und vom neuen Leben sprechen.

Ich weiß, dass viele Großeltern auf den Moment warten, in dem sie ihre Enkel glücklich in die Arme nehmen und persönlich begrüßen können. Auch ich freue mich wieder auf die Zeiten, in denen wir mit Eltern und Paten, Familien und Freunden die Heilige Taufe feiern und das neue Leben unter den Segen Gottes stellen können. Der biblische Text von heute spricht von „Alt und Jung“, vom „Kommen und Gehen“, alles geschieht zu seiner Zeit, alles unter dem schützenden Himmel Gottes. Schutz und Schirm vor allem Argen, Stärke und Hilfe zu allem Guten, bleiben Sie behütet!

Pfarrer Martin Krautwurst

Täglich versorgt der Autor seine Gemeinde in Meran (Südtirol) mit einem Wort zum Tag, oft mit einer konkreten Handlungsaufforderung. Zu lesen sind seine Andachten auch auf meine-kirchenzeitung.de

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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