Predigttext zum Sonntag
Der Vater im Himmel

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Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.
Matthäus 6, Vers 6

Da hilft nur noch beten!“, immer wieder einmal ist dieser Satz zu hören. Meist dann, wenn menschlich gesehen keine Möglichkeit auf Hilfe mehr besteht.
„Da hilft nur noch beten.“ Zu dieser Erkenntnis ist vielleicht der eine oder die andere in diesen Wochen gekommen, in denen man am besten zu Hause bleiben sollte. Keine Kontakte – das macht das Leben kommunikationsärmer! Es bleibt die Möglichkeit zum Telefonieren. Einmal anrufen bei Menschen, die mein Vertrauen haben.

Nichts anderes ist das Gebet: Kontaktaufnahme zu meinem Gott des Vertrauens! Und dabei zu wissen, nicht nur für mich will Gott ein Vertrauter sein, sondern für viele anderen auch! Deshalb betet Jesus nicht „Mein Vater im Himmel“, sondern „Unser Vater im Himmel“. Das macht mir bewusst: Ich bin im Beten nicht allein; das Gebet stellt mich in eine Gemeinschaft von Mitbetern.

So haben wir es auch derzeit propagiert: Täglich zum Gebetsläuten und auch am Sonntag zur gleichen Gottesdienstzeit zu Hause die Hände zu falten und miteinander zu beten: „Unser Vater im Himmel …"
Ihm dürfen wir alles sagen, was uns derzeit bewegt. Wir bringen ihm die Kranken, die Verstorbenen mit ihren Angehörigen, die medizinischen Mitarbeiter, auch all jene in systemrelevanten Berufen, die das öffentliche Leben am Laufen halten, alle Verantwortlichen in der Regierung, in der Wissenschaft, Wirtschaft, Medizin, aber auch in unserer Kirche. Wir bitten um bedachte und gute Entscheidungen. Gebetsanliegen sind auch die Familien mit ihren Problemen und jene, die wegen des Stillstandes in vielen Bereichen ihre persönliche Zukunft infrage gestellt sehen. Wir denken beim Beten aber auch an jene, die gegen-wärtig nach Orientierung suchen.
Die Liste für unsere Gebetsanliegen lässt sich fortsetzen, denn da gibt es ja auch die anderen weltweiten Nöte, angesichts derer wohl auch dieser Satz gilt: „Da hilft nur noch beten!“. Jesus ermutigt uns zum Gebet, gibt gute Tipps zum richtigen Beten und mit dem „Vaterunser“ ein starkes gemeinsames Gebet. „Da hilft nur noch beten!“ Ja, denn die Hände, die zum Beten ruhen, die macht Gott stark zur Tat!

Karlheinz Wohlgemuth, Pfarrer der Kirch-gemeinde Oberes Pleißental
Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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