Wort zur Woche
Aufbruch zur Gelassenheit

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Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Johannes 12, Vers 32

Ich habe einen Wunsch zu Pfingsten dieses Jahr. Ich wünsche mir: Mehr Gelassenheit! Warum? Weil wir Gelassenheit so wenig üben! Das Gelassenheitsgebet "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden" kennen Sie sicher. Auf unzähligen Tassen und Plakaten, Karten und Brettern wird es abgedruckt. Aber, spüren Sie etwas von dieser Gelassenheit in den Gesprächen in diesen Tagen? Ich nicht. Also, wenig.
Und ich frage mich: Warum fällt uns Menschen in der westlichen Welt Gelassenheit so schwer? Sich einzulassen, sich zuweilen mal zu überlassen – jede Partnerschaft zehrt davon. Ich glaube, sie lebt davon! Wir kennen das aus Ehe oder Partnerschaft: Man rackert und rackert, strengt sich über die Maßen an – und fühlt sich doch nicht verstanden. Jetzt, wo viele Decken längst auf Köpfe gefallen sind – Corona schweißt nicht nur zusammen, Corona belastet Familien sehr – merken wir unsere Differenzen viel stärker.
Erträglich füreinander wird’s erst, wenn wir uns immer wieder neu einlassen. Uns Zeit nehmen, aufeinander zugehen, reden, alte Einstellungen loslassen – uns einander hier und da überlassen. Manches hart Erkämpfte oder Bekämpfte löst sich dann auch mal in Luft auf. Das sind Verhaltensweisen, die ebenso grundlegend für meine Beziehung zu Gott sind. Und übrigens – mir geht es in der Beziehung zu Ihm genauso. Ich rackere und rackere mich ab in meinem Leben, strenge mich über die Maßen an – aber es kommt doch anders, als ich es mit meiner Kraft erreichen wollte. Und wie sieht das die andere Seite? Wie sieht also Gott unser beider Beziehung? „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen“. Ich höre in seiner Aussage: Mein Lieber, lass deine Anstrengungen, Pläne, Vorhaben, deine Kämpfe mal sein. Lass mal stecken. Mein Geist, das ist mein Lebensatem in dir. Ich atme in dir. Du darfst dich diesem Atem überlassen!
Friedemann Sommer, Pfarrer in Großwechsungen

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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