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Für Schauspielerin Uschi Glas ist der Tod nichts Beunruhigendes. Bei Spaziergängen rund um den Kitzbüheler Bergfriedhof denke sie oft über das Leben und die eigene Vergänglichkeit nach, erklärte die 77-Jährige. „Ich glaube nicht, dass der Tod das Ende ist“, so Glas, die im katholischen Niederbayern als evangelische Christin aufwuchs. Dabei glaube sie jenseits konfessioneller Festlegungen. „Für mich ist wichtig, dass ich an etwas glaube. Und ich glaube, dass es mehr gibt als nur Geburt, Leben, Tod. Wir haben hier auf Erden eine Verantwortung.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bittet bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht um unmittelbare Hilfe von Gott. Gebete um «Hilfe von oben» gegen Corona entsprächen nicht seinem Glaubensverständnis, so der SPD-Politiker. «Ich setze als Christ viel Hoffnung auf die Zukunft und gebe bis dahin mein Bestes. Das ist, glaube ich, auch das, was von Christenmenschen erwartet werden kann.» Weil ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, bezeichnet sich aber als Christen.

Influencerin Jana Highholder ist das Gesicht einer Plakataktion von Bibel TV. Der christliche Privatsender will in den kommenden Monaten deutschlandweit zum Beten einladen. Unter dem Motto „Ich bete, weil …“ erklären neben der 24-jährigen Medizinstudentin sechs weitere Personen, warum sie das Gespräch mit Gott suchen. Gerade in der Pandemie sei die Einladung wichtig, erklärt Sender-Chef Matthias Brender. „Im Gebet endet jede Einsamkeit, weil die Gemeinschaft mit Gott beginnt.“

Der Theologieprofessor Reinhard Thöle beobachtet einen zunehmenden Verlust religiöser Substanz in evangelischen Gottesdiensten. «Ich habe den Eindruck, dass die religiöse Dimension des Gottesdienstes in eine moralische Dimension verengt wird», so der Ostkirchenexperte. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer hätten geradezu Angst vor dem Sakralen, dem Heiligen, fügte der emeritierte Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hinzu. Anstatt Wege zur Begegnung mit dem göttlichen Mysterium zu öffnen, böten viele Gemeinden nur noch gut gemeinte Kulturveranstaltungen an.

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Online-Redaktion

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