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Shneur Trebnik
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Ulms Rabbiner Shneur Trebnik wird Polizeirabbiner. Das Land Baden-Württemberg ist das erste, welches dieses Amt auf Anregung des Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus neu eingeführt hat. Polzeirabbiner gab es bislang nur in Israel und in den USA. Wenn ab März die Ausbildung neuer Polizeibeamter beginnt, will sich auch der Rabbiner einbringen. Der 45-Jährige hat acht Kinder und lebt mit seiner Familie in Ulm.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, sieht im Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" eine "Geschichte des Ankommens". Jüdische Menschen, so die 88-Jährige, waren Teil dieses Landes und sind es heute wieder. »Die jüdische Gemeinschaft hierzulande nimmt sehr genau wahr, dass sich das gesellschaftliche Klima ändert", sagt Knobloch beim Online-Festakt zur Eröffnung des Themenjahres in Bayern. Man lebe wieder in wachsender Unsicherheit, so Knobloch weiter.

Publizist Michel Friedman wirbt für mehr jüdisch-muslimische Dialoge. Muslime machten einige ähnliche Diskriminierungserfahrungen wie Juden, so der 64-Jährige. Beide Glaubensgruppen müssten das Signal senden, dass sie nicht gegeneinander ausgespielt werden wollten. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland nannte Islamismus „eine reelle Gefahr – auch für das Judentum“. Es sei aber „unredlich“ den Islamismus mit dem Islam gleichzusetzen, so Friedmann.

Theologin Johanna Rahner hat von ihrer Kirche die Rehabilitierung von Martin Luther gefordert. Mit Blick auf die vor 500 Jahren von Papst Leo X. über den Reformator verhängte Bannbulle erklärte die Tübinger Dogmatik-Professorin, man könnte es sich «leicht machen und dieses Verfahren für abgeschlossen halten, wenn man davon ausgeht, dass der Kirchenbann mit Luthers Tod 1546 automatisch endete». Das sei «aber nur halb richtig", meint Rahner. Nach katholischer Lehre habe Luther nach dem Bann am Jüngsten Tag das Strafgericht Gottes zu fürchten, so Rahner weiter. Die Aufhebung des Banns könnte daher ein wichtiges Zeichen der Ökumene werden.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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