Nicht nur für die Generation Christenlehre: Ausstellung über den Reformator und sein Leben
Martin zum Mitmachen









Die Reformation auseinandernehmen: Spielerisch ist eine Auseinandersetzung mit Luthers Lebenswelt in Torgau, der Residenz­stadt und dem politischen Machtzentrum der Reformation, möglich.








  • Die Reformation auseinandernehmen: Spielerisch ist eine Auseinandersetzung mit Luthers Lebenswelt in Torgau, der Residenz­stadt und dem politischen Machtzentrum der Reformation, möglich.
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Von Thorsten Keßler

Es luthert im Evangelischen Jugendbildungszentrum Wintergrüne. Es luthert wieder, um genau zu sein, denn die Ausstellung »Mensch Martin – Hut ab!« war bereits vor drei Jahren zu Gast in Torgau. Jetzt ist die Schau über Martin Luther und Katharina von Bora dauerhaft eingezogen unter das Dach der ehemaligen Superintendentur.
Die Ausstellung kommt aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, aus dem Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz. Konzipiert und umgesetzt wurde sie im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 von einem guten Dutzend Kirchenmitarbeiter, darunter Gemeindepädagogin Silvana Elbel Ochocki. Sie erzählt: »Die Ausstellung soll Lust machen auf Martin Luther. Nicht nur dasitzen und zuhören, sondern mitmachen – das ist das Geheimnis der Ausstellung.«
Zielgruppe sind Schüler zwischen acht und zwölf Jahren, das klassische Christenlehre-Alter also. Die Erfahrung zeige aber, »Mensch Martin – Hut ab!« funktioniere mit allen Altersstufen. »Mit Kindergartenkindern genauso wie mit Jugendlichen, Erwachsenen und auch mit den Senioren. Die sind sehr dankbar und haben viel Spaß«, sagt Silvana Elbel Ochocki.
An acht Stationen führt die Ausstellung durch das Leben Martin Luthers. Die Dohle Dora begleitet Besucher auf den Etappen wie zum Beispiel »Von der Windel zur Kutte« über Kindheit und Jugend des Reformators. An der Station »Geheimnisvoller Junker Jörg«, bei der es sich um Luthers Aufenthalt auf der Wartburg und um die Bibelübersetzung dreht, können sich Besucher am Pult im Schreiben von hebräischen und griechischen Buchstaben versuchen. An der Station »Herr Käthe, was gibt es Gutes zu essen?« kommt Katharina von Bora ins Spiel. Ein gedeckter Tisch mit Tonkrügen, Tontellern und Holzlöffeln ist platziert. Die Botschaft ist aber mehr als nur Essen wie zu Luthers Zeiten. Es geht um das Familienleben und um Gastfreundschaft, deshalb sind zu Tisch unter den Tellern Fragen versteckt. Zu Tisch wurde nicht nur gegessen, sondern auch diskutiert. Damals wie heute. Und so wünscht sich Silvana Elbel Ochocki, dass die Besucher bei »Mensch Martin – Hut ab!« ins Gespräch kommen.
Neben dem gedeckten Tisch hängen mit Pelz besetzte Kleider, Mützen mit Borden, Gewänder aus Samt sowie Kutten und Talare. Kinder mögen das sehr, und auch Erwachsene verkleiden sich gern, sofern die Kleidergröße passt, so Silvana Elbel Ochocki.

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Online-Redaktion aus Weimar

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