Nordkorea verringert Lebensmittelrationen

Bonn (epd) – Die Deutsche Welthungerhilfe sieht angesichts der Hungersnot in Nordkorea einen großen Bedarf an humanitärer Hilfe. Die Regierung sei gerade dabei, internationale Nahrungsmittelhilfe anzufordern, so der Landesdirektor der Organisation, Lars Düerkop. Grund dafür seien Ernteausfälle nach Überflutungen und eine starke Hitzewelle im vergangenen Jahr.
Der Staat habe die tägliche Ration an Getreide, Mais und Kartoffeln für die Staatsbediensteten und Arbeiter vor kurzem auf 300 Gramm heruntergesetzt; Kinder, Frauen und ältere Menschen seien von dieser Begrenzung ausgenommen. Wer mehr benötige, könne weitere Lebensmittel kaufen. »In der Mangelsituation werden diese aber dann auch teurer«, sagte Düerkop.
Neben dem Klima mache die nordkoreanische Regierung auch die internationalen Sanktionen für die Hungersnot verantwortlich. Landmaschinen, Betriebsstoffe und Dünger dürften nicht mehr eingeführt werden. In Nordkorea haben nach Angaben der Vereinten Nationen elf Millionen Menschen keinen Zugang zu ausreichend Nahrung und sauberem Wasser. Eins von fünf Kindern ist demnach unterernährt. Die Welthungerhilfe ist die einzige deutsche Nichtregierungsorganisation, die in Nordkorea Hilfe leistet. Spezielle Anbaumethoden und Projekte zur Notfallvorsorge sollen die landwirtschaftliche Produktion sichern.

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