Indien
Amnesty stellt Arbeit ein

Dubai/Neu-Delhi (epd) – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International stoppt ihre Arbeit in Indien. Weil die Behörden die Bankkonten eingefroren hätten, habe man die Kampagnen im Land eingestellt und die Mitarbeiter entlassen, teilte die internationale Zentrale der Organisation vergangene Woche mit. Amnesty warf der indischen Regierung eine «Hexenjagd» auf Menschenrechtsorganisationen vor. Die indische Regierung beschuldigt hingegen die Organisation, illegal ausländische Gelder erhalten und ihre Arbeit als Hilfsorganisation nie nach den gesetzlichen Richtlinien registriert zu haben.

Bereits 2009 hatte die Organisation ihre Arbeit in Indien zeitweise eingestellt, weil die Regierung ihr Verstöße gegen die zunehmend strengen Regularien für nichtstaatliche Organisationen vorwarf. Seit dem Amtsantritt der hindu-nationalistischen Regierung unter Ministerpräsident Modi 2014 wurde der Druck auf Menschenrechtsorganisationen und andere Regierungskritiker weiter verstärkt.

Autor:

Mirjam Petermann

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