Hase Hoppel fragt sich
Was wird aus dem Osterpostamt?

Trotz Corona-Krise hat Deutschlands ältestes Osterpostamt seine Arbeit aufgenommen.
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  • Foto: epd.de/ Deutsche Post
  • hochgeladen von Beatrix Heinrichs

Trotz Corona-Krise hat Deutschlands ältestes und größtes Osterpostamt am Montag in Zeven bei Bremen seine Arbeit aufgenommen und lädt Kinder dazu ein, dem Osterhasen zu schreiben.

Es seien bereits mehr als 5.000 Briefe aus vielen Ländern der Welt eingetroffen, sagte der Leiter der Aktion, Hans-Hermann Dunker. Darunter sei auch Post aus Ländern wie China und Italien, die besonders vom Coronavirus betroffen seien. Postsprecher Stefan Laetsch ergänzte, gerade wegen der Corona-Krise sei das Team im Osterpostamt besonders motiviert: «Wir wollen den Kindern eine Freude machen.»

Denn nach wie vor gilt das Versprechen: Wer dem Osterhasen Hanni Hase unter der Adresse Am Waldrand 12 in 27404 Ostereistedt schreibt, der bekommt garantiert vor dem Fest eine Antwort. Die Briefe sollten allerdings bis zum 6. April im Osterpostamt eintreffen und mit einem Absender versehen werden, hieß es. Noch sei Corona in den Briefen der Kinder kein großes Thema, sagte Dunker. «Aber ein Mädchen hat sich und ihrer Familie angesichts der Epidemie vom Osterhasen bereits Gesundheit gewünscht.»

Die Antwortschreiben bearbeitet ein Team von zwölf Ehrenamtlichen, in diesem Jahr im Alter zwischen Mitte 20 und 90. «Das machen wir diesmal unter verschärfter Einhaltung der Hygieneregeln», erläuterte Dunker, der selbst schon 81 Jahre alt ist. «Zur Begrüßung geben wir uns nicht die Hand, nehmen uns auch nicht in die Arme, sondern stupsen uns höchstens mit den Ellbogen an», beschrieb er die Situation und ergänzte: «Das ist schon komisch.» Dunker leitet das Osterpostamt in diesem Jahr zum letzten Mal. Künftig übernimmt seine Kollegin Doris Kröger (60).

Die Aktion wird seit 38 Jahren von der Post organisiert. Im vergangenen Jahr erreichten den Angaben zufolge mehr als 40.500 Sendungen das Postamt, oft verbunden mit einem Wunschzettel für den Osterhasen. Sie kamen zumeist aus Deutschland und Europa, fast 1.500 stammten aus dem Ausland.

Seit 1982 senden in der Mehrzahl Kinder oft bunt bemalte Briefe und Karten an den Osterhasen in Ostereistedt. Heute gibt es dort gar kein Postamt mehr. Die Sendungen werden deshalb im benachbarten Zeven bearbeitet.

(epd)

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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