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G+H Nr. 16 vom 21. April 2019 (Ostersonntag)
  • G+H Nr. 16 vom 21. April 2019 (Ostersonntag)
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In einigen Gegenden der Schweiz bringt der Kuckuck die Eier, in Westfalen glaubt man traditionell an den Osterfuchs und im Böhmischen gilt der Hahn als österlicher Eierlieferant. In unseren Breitengraden vertrauen die Kinder auf den Osterhasen. Seit der Antike gilt der Hase als Symbol der Fruchtbarkeit. Als Osterbrauch  beschreibt ihn 1682 erstmals der Mediziner Georg Franck von Franckenberg, der berichtet, dass im Elsass Kindern die Fabel vom Hasen erzählt werde, der Eier im Garten verstecke.

Manche Eltern tun sich schwer damit, den Mythos vom Hasen zu nähren.  Mit den Jahren - und dem Bewusstsein der Kinder - wächst auch die Gefahr, sich in immer aberwitzigere Geschichten zu verstricken. Wie will man schließlich erklären, dass so ein kleines Tier es schafft, Körbeweise Eier an so viele Kinder an nur einem Morgen zu verteilen?

Aber Experten geben Entwarnung, Eltern sollten sich nicht zu viele Gedanken machen - die Kinder würden das nämlich auch nicht tun.  Nach Meinung des Entwicklungspsychologen Ulf Liszkowski lernen Kinder vielmehr, dass die Geschichten vom Osterhasen - ähnlich wie die vom  Weihnachtsmann - zu Bräuchen einer bestimmten Jahreszeit gehörten. Und weil Kinder nun mal Wiederholungen lieben, würden Bräuche auch eher positiv erlebt.

Positiv ist auch ein weiterer wichtiger Fakt, den man über den Osterhasen wissen sollte - und, der ihn eindeutig von seinen Mitbewerbern wie Kuckuck und Fuchs unterscheidet. Kinder können ihm nämlich schreiben! Im mansfeldischen Osterhausen, unweit der Lutherstadt Eisleben, ist vor einigen Jahren ein Sonderpostamt in der Kita "Gänseblümchen" eingerichtet worden. Wenn man es recht bedenkt, sichert der Brauch so den Fortbestand eines sehr charmanten Kulturguts. Da also liegt der Hase im Pfeffer. Das sollten wir unseren Kindern nicht vorenthalten!

In diesem Sinne ein frohes Osterfest und gute Lektüre!

Unsere Themen:

  • Sonnnenaufgang: Osterwort der Landesbischöfin Ilse Junkermann
  • Glaubensfrage: Der Publizist und Agnostiker Christian Nürnberger und Anhalts Kirchenpräsident Joachim Liebig sprechen über Ostern und die Welt
  • Vorgestellt: Drei Bewerber für das Amt des Landesbischofs

Außerdem:

  • Nachgefragt: Nazi-Glocken erklingen auch in Sachsen
  • Glaubenskurs Credo: Was machen wir nach Ostern?
  • Jerusalem: Grabeskirche, ein Ort tiefster Frömmigkeitund emotionaler Ausbrüche

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Autor:

Beatrix Heinrichs aus Jena

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