Tafeln werfen Politik Versagen vor

Berlin (epd) – Die Tafeln in Deutschland haben von der Politik eine Stärkung des Ehrenamtes gefordert. Das freiwillige Engagement gerate zunehmend unter Druck, etwa durch längere Lebensarbeitszeit und straffere Ausbildungswege, sagte der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, in Berlin. Dabei seien Ehrenamtliche in zivilgesellschaftlichen Organisationen eine tragende Säule der Gesellschaft.
Die Tafel-Aktiven leisteten pro Jahr insgesamt 24 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit, hieß es weiter. Diese Zeitspenden würden einen Wert von 216 Millionen Euro jährlich ergeben, bei einem zugrundegelegten Mindeststundenlohn von neun Euro. Brühl warf zum 25-jährigen Bestehen der Tafeln der Politik Versagen bei der Bewältigung von Armut und Lebensmittelverschwendung vor. »Wir fühlen uns oft von der Politik alleingelassen«, sagte der ehrenamtliche Vorsitzende.
Die Tafeln versorgen nach eigenen Angaben inzwischen regelmäßig 264 000 Tonnen Lebensmittel an rund 1,5 Millionen Bedürftige.

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Online-Redaktion aus Weimar

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