Afghanistan

Beiträge zum Thema Afghanistan

Eine Welt
Im separaten Hörsaal: In Afghanistan dürfen Männer und Frauen künftig nur noch getrennt studieren, kündigte der neue Taliban-Minister für höhere Bildung, Abdul Baki Hakkani, vergangenen Sonntag an. Außerdem bestehe für Frauen die Pflicht, «Hidschab» zu tragen. «Wir werden keine gemischte Erziehung erlauben», sagte er.
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Journalist erhielt Visum für Afghanistan
"Hier müssen wir helfen!"

Kabul: MDR-Journalist Markus Spieker erhielt überraschend ein Visum für Afghanistan. Der ehemalige Südasien-Studioleiter der ARD in Neu-Delhi berichtete in den vergangenen Wochen aus dem Land im Umbruch. Mit Willi Wild sprach er über seine Erfahrungen. Mit welchen Gefühlen verlassen Sie Kabul? Markus Spieker: Wie man sich vorstellen kann: mit äußerst gemischten. Einerseits bin ich natürlich erleichtert, dass alles ohne Zwischenfälle geklappt hat; andererseits denke ich mit echten Schmerzen an...

  • 16.09.21
  • 124× gelesen
AktuellesPremium
Mouhanad Khorchide

"Islam mit 'Image-Problem'"
Khorchide rät zu Wir-Rhetorik

Der islamische Religionspädagoge Mouhanad Khorchide plädiert für die Entwicklung einer gemeinsamen Identität von Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland. Statt von «Wir Deutsche» und «Ihr Muslime» sollte von einem «Wir» gesprochen werden, sagte der Leiter des Zentrums für islamische Theologie an der Uni Münster. Begriffe wie «Mehrheitsgesellschaft» sollten beiseitegelegt werden, denn in ihnen habe sich das Bild der Muslime als «die Anderen» verfestigt. Nach den Terroranschlägen vom 11....

  • 16.09.21
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Aktuelles
Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und frühere rheinische Präses Manfred Kock in seinem Haus in Köln. Manfred Kock wird am 14. September 85 Jahre alt. Er war von 1996 bis 2003 Präses der​ rheinischen Landeskirche, von 1997 bis November 2003 stand er als EKD-Ratsvorsitzender an der Spitze der Protestanten in Deutschland.

EKD
Manfred Kock: Wir müssen weiter Kirche für das Volk sein

Die Kirchen werden nach Einschätzung des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock auch künftig eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen. Ihre Zukunft müsse aber eine gemeinsame sein, sagte der frühere Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland dem Evangelischen Pressedienst (epd). Kurz vor seinem 85. Geburtstag am 14. September äußerte sich der Theologe, der von 1997 bis 2003 oberster Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war, auch zur Klimadebatte, zum...

  • 13.09.21
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Aktuelles
G+H Nr. 35 vom 29. August 2021

Freitag, vor eins...
Unsere Seite 1 - Nichts ist gut

So hatte sich Margot Käßmann das sicher nicht vorgestellt. Die Theologin und einstige Ratsvorsitzende der EKD ist seit zwei Wochen wieder in aller Munde. Nicht wegen des Podcasts, den sie vom 1. September an im Rhythmus von zwei Wochen veröffentlicht. Und auch nicht wegen des Buchs, das sie mit ihrer Jugendliebe und neuem Gefährten Andreas Helm herausgebracht hat. Nein, wegen fünf Wörtern, die sie schon vor elf Jahren gesagt hat: "Nichts ist gut in Afghanistan". Der Satz war Teil ihrer...

  • 27.08.21
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Eine WeltPremium
Engagiert: Das Ehepaar Annemarie und Peter Schwittek hat die gemeinnützige Bildungseinrichtung „Ofarin“ aufgebaut. Das Wort steht für „Organisation zur Förderung afghanischer regionaler Initiativen und Nachbarschaftshilfen“. In den afghanischen Sprachen Dari und Paschtu bedeutet „Ofarin!“ etwa „Prima!“ oder „Richtig!“.
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Afghanistan
Von Anfang an ein Abenteuer

Lagebericht: Nur wenige Wochen nach dem Abzug internationaler Truppen ist Afghanistan wieder in der Hand der radikalislamischen Taliban. Wie konnte das geschehen? Wie geht es weiter? Von Peter Schwittek Im Jahr 2001, dem Jahr der Vertreibung der Taliban, beschloss die Weltgemeinschaft, in Afghanistan einen demokratischen Staat aufzubauen. Seit 1978 hatte das Land nur Fremdherrschaft, Bürgerkrieg und Zerstörung gesehen. 2001, nach Krieg, Bürgerkrieg, der Herrschaft von Kommunisten und Taliban,...

  • 26.08.21
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Aktuelles
Landesbischof Friedrich Kramer

EKM-Landesbischof Kramer
Hilfe für gefährdete Afghanen ist nicht diskutierbar

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat Landesbischof Friedrich Kramer innenpolitische Konsequenzen gefordert. Auslandseinsätze der Bundeswehr dürften nur noch eine absolute Ausnahme sein, sagte Kramer im Gespräch mit Dirk Löhr. Wie sehr haben Sie die jüngsten Entwicklungen in Afghanistan überrascht? Friedrich Kramer: Dass die Taliban über kurz oder lang die Macht zurückerobern könnten, war den meisten Beobachtern wohl klar. Dass dies aber in einer solch rasenden Geschwindigkeit...

  • 26.08.21
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Aktuelles
Die Wappen der katholischen und evangelischen Militärseelsorge. 
"Wir gehören zum Herrn" steht im Wappen der evangelischen Militärseelsorge (re.) in lateinischer Sprache: "Domini Sumus."

Militärseelsorge beim Bundeswehreinsatz in Afghanistan
Solidarität über lange Zeit

Nach der Machtübernahme der ­Taliban läuft eine dramatische Rettungsaktion der Bundeswehr. Ob und wie die Militärseelsorge involviert ist – Sibylle Sterzik befragte dazu Walter Linkmann, den Sprecher der Evangelischen ­Militärseelsorge. Wie begleitet die Militärseelsorge die Evakuierungsaktion der Bundeswehr? Walter Linkmann: Über das Einsatzführungskommando sind wir in den Informationsfluss eingebunden. Auch an anderen Standorten begleiten die Militärgeistlichen Soldatinnen und Soldaten, die...

  • 25.08.21
  • 33× gelesen
Aktuelles
G+H Nr. 34 vom 22. August 2021

Freitag, vor eins ...
Unsere Seite 1 - Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh - oder wie?

Sie kennen das Sprichwort: Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh - gedeihen spät oder nie. Nun, für Lehrers Kinder kann ich nicht sprechen - aus eigener Betroffenheit quasi. Auch, was die Fellfreunde im Pfarrhaus betrifft, muss ich passen. Da fehlen mir ausreichend Beispiele. Fest steht:  Beide Haushalte sind ein Kosmos für sich. Das sagt auch Christine Lieberknecht über das "Universum mit Garten", wie sie das Pfarrhaus in Leutenthal nennt, in dem sie aufwuchs. Die ehemalige Thüringer...

  • 20.08.21
  • 90× gelesen
Aktuelles
 Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bayrische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm

Afghanistan
Kirchen fordern schnelle Hilfe

Hannover (epd) – Angesichts der Lage in Afghanistan haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und christliche Hilfswerke eine unbürokratische Aufnahme besonders gefährdeter Personen aus dem Land gefordert. «Wir haben als Land in den vergangenen Jahren Mitverantwortung in Afghanistan getragen», sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Es brauche dringend großzügige Schutzkontingente und eine sofortige Evakuierung besonders gefährdeter Frauen und Männer, erklärte die...

  • 19.08.21
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Aktuelles
Militärpfarrer der Bundeswehr Stephan Schmid

Afghanistan
Militärpfarrer: Lage für Soldaten absehbar

Frankfurt/Main (epd) – Nach Schilderungen eines Militärpfarrers ist für viele Bundeswehr-Soldaten der Vormarsch der Taliban in Afghanistan nach dem Ende des interna-tionalen Militäreinsatzes absehbar gewesen. Das sei im Grunde keine neue Erfahrung für die Soldaten, sagte Stephan Schmid. Rückeroberungen seien auch in den letzten zehn bis 15 Jahren ständig vorgekommen, sagte der evangelische Militärpfarrer, der gemeinsam mit den letzten deutschen Soldaten im Juni aus Afghanistan zurückgekehrt...

  • 19.08.21
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Aktuelles
Geordneter Abzug: Soldaten der Bundeswehr steigen am 29. Juni in Mazar-e Sharif in Afghanistan, im Zuge der Rückverlegung und Ende der Mission Resolute Support (RSM), in das Transportflugzeug. Nun, nach der Machtübernahme der Taliban wächst die Sorge um das Leben jener Afghanen, die mit ausländischen Streitkräften und Hilfsorganisationen gearbeitet haben.

Afghanistan
Diakonie und Kirchen fordern Schutz gefährdeter Menschen

Berlin (epd) - Nach der Machtübernahme in Afghanistan zeigt sich die Taliban-Führung demonstrativ um Normalität bemüht. Aus dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Kabul wies sie am Dienstag ihre Kämpfer an, nicht in fremde Häuser einzudringen und das Eigentum der Menschen zu respektieren, wie der TV-Sender Tolo berichtete. Zudem erklärten die Aufständischen dem arabischen Sender Al-Dschasira zufolge eine «Amnestie» und riefen Frauen auf, am politischen Leben teilzunehmen. Afghanische...

  • 17.08.21
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Eine Welt
Die letzten Soldaten der Bundeswehr haben Afghanistan verlassen.

Afghanistan: Moralisches Versagen?

Nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan wächst die Sorge um die am Hindukusch zurück gebliebenen afghanischen Helfer der deutschen Streitkräfte. Von Mai Dudin Marcus Grotian, der selbst als Soldat 2011 in der nördlichen Region Kundus stationiert war und nun ehrenamtlich das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte leitet, beklagte «eklatante moralische Mängel». Anstelle dieser Menschen seien beim Truppenrückzug lieber 22 000 Liter Bier mitgenommen worden. «Die Ortskräfte durften den...

  • 16.07.21
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Eine Welt
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Kommentiert
Hilfe am Hindukusch

Nach fast 20 Jahren haben die amerikanischen Truppen und ihre Nato-Verbündeten Afghanistan so gut wie verlassen. Jetzt sind die letzten Bundeswehr-Soldaten in Deutschland eingetroffen. Von Florian Riesterer Kanzler Gerhard Schröder knüpfte an das Ja zum Einsatz 2001 die Vertrauensfrage. Er warb für den Kampf gegen Terror, die Versorgung der notleidenden Bevölkerung und eine dauerhafte Stabilisierung des Landes. Dass eben dies und die Sicherheit Europas zusammenhängen, brachte der ehemalige...

  • 14.07.21
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Aktuelles
Militärbischof Bernhard Felmberg

Interesse an Seelsorge ist hoch

Im September endet nach 20 Jahren der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Benjamin Lassiwe sprach mit Militärbischof Bernhard Felmberg über den Einsatz und die Folgen. Was hat der Einsatz mit der Bundeswehr gemacht? Bernhard Felmberg: Dieser Einsatz war der größte Einsatz der Bundeswehr überhaupt. 59 Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben gelassen. Das heißt: Es gibt jetzt Hinterbliebene, es gibt Kinder, die damals ihren Vater verloren haben und heute Jugendliche sind. Das ist das Eine. Das...

  • 03.06.21
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Eine Welt

Afghanistan: Mehr Angriffe auf Schulen

Köln (epd) – Die Angriffe auf Schulen in Afghanistan haben sich nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef im vergangenen Jahr fast verdreifacht. Die Zahl sei zwischen 2017 und 2018 von 68 auf 192 gestiegen. Damit hätten die Angriffe auf Schulen zum ersten Mal seit 2015 wieder zugenommen. "Die sinnlosen Angriffe auf Schulen, die Tötung, Verwundung und Entführung von Lehrern und die Bedrohungen, denen Bildungseinrichtungen ausgesetzt sind, zerstören die Hoffnungen und Träume einer ganzen...

  • 08.06.19
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Kirche vor Ort
Im Ballhäuser Pfarrhaus: Dorothea Schröder (li.), Feyzieyeh Wahidi und ihre Kinder Mahjuba, 
Sajjad und Mohaddisi sowie Marlies Willnow (re.)

Als die Flüchtlinge ein Gesicht bekamen 

Gemeinde Ballhausen nahm 2015 eine afghanische Familie auf Von Anke Pfannstiel  Warmer Lichtschein dringt aus dem alten Pfarrhaus von Ballhausen. Drinnen bietet Feyzieyeh Tee gegen die winterliche Kälte an – auf Deutsch natürlich. Für die 30-Jährige ist es selbstverständlich, dass sie jede Gelegenheit nutzt, die neue Sprache zu lernen. Für die Töchter Mahjuba (9), Mohaddisi (5) und den Jüngsten Sajjad (1) ist es bereits die eigene Sprache. 2015 kam die Familie Amadi nach Deutschland. Geflohen...

  • Mühlhausen
  • 05.03.18
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Aktuelles

Afghanistan: Gewalt auf Höchststand

Brüssel/Berlin (epd) – Angesichts der Zunahme von Angriffen und Attentaten kritisiert Amnesty International die Abschie-bungen aus europäischen Ländern nach Afgha- nistan. Die Gewalt sei auf einem Höchststand und keine Region sicher, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Allein 2016 seien in Afghanistan knapp 11 500 Menschen getötet oder verletzt worden. Im ersten Halbjahr 2017 seien es bereits mehr als 5 200 Menschen gewesen, zunehmend auch Frauen und Kinder. Anfang dieser Woche hatte das...

  • Erfurt
  • 20.10.17
  • 8× gelesen
Eine Welt

Afghanistan: Mehr getötete Zivilisten

Kabul/Genf (epd) – In Afghanistan sind laut UN-Hochkommissa- riat für Menschenrechte in der ersten Jahreshälfte 1 662 Zivilisten getötet worden, zwei Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016. Auffällig sei die Zunahme der Zahl getöteter und verletzter Frauen und Kinder: Mindestens 174 Frauen wurden getötet und 462 verletzt, eine Zunahme um 23 Prozent. Mindestens 436 Kinder seien getötet und 1 141 Minderjährige verletzt worden, bei den Todesfällen eine Zunahme um neun Prozent. Alle in dem...

  • Weimar
  • 20.07.17
  • 15× gelesen
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