Wartburg Experiment
Sprache verändert Wirklichkeit
- Ein feste Burg: Die Wartburg bei Eisenach steht seit Martin Luthers Arbeit an der Bibelübersetzung für Sprache, schöpferischen Ausdruck und das Ringen um Worte. In ihren Wartburg-Tagebüchern setzen sich die drei Autoren mit der Form, die Luther vor 500 Jahren geprägt hat, auseinander.
- Foto: epd-bild/Thomas Lohnes
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Exklusiv: In Luthers Studierstube ist ein Essay entstanden, das sich als eine Hommage an die Sprache lesen lässt. Schriftstellerin Iris Wolff mahnt darin, behutsam mit der Macht der Worte umzugehen. Die Kirchenzeitung druckt vorab einen Auszug.
Von Iris Wolff
An Stelle von Heimat halte ich die Verwandlungen der Welt“, dichtete die Nobelpreisträgerin Nelly Sachs im schwedischen Exil. Immer, wenn ich diesen Satz lese, trifft mich seine Klarheit und Unergründlichkeit. Wie kann ich Verwandlung halten? Muss nicht etwas, das sich verwandelt, frei sein, ohne den Halt meiner Hände?
Dichterinnen und Dichter können vielleicht nur schreibend scheinbar Widersprüchliches zusammenführen, Erfahrungen transzendieren, ihre innere Wahrheit finden.
Autor:Online-Redaktion |
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