Grundsteinlegung für neuen Museumseingang
Mit Segen vom Lutherischen Weltbund
- Entwurf des neuen Eingangsgebäudes am Lutherhaus - modern und licht, dennoch eine gelungene Ergänzung des historischen Gebäude-Ensembles.
- Foto: Thomas Nawrath
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Im Wittenberger Lutherhaus lebte Reformator Martin Luther 35 Jahre. Bis zum Herbst 2027 entsteht ein modernes Eingangsgebäude. Zur Grundsteinlegung in der Vorwoche gab es viele gute Worte und den Segen vom Liutherischen Weltbund.
Von Thomas Nawrath
- Segensworte zur Grundsteinlegung von Pfarrer Samuel Nánási, Studienleiter des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg. An seiner Seite (von links): Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel, Thomas T. Müller von der Stiftung Luthergedenkstätten, Maurermeister Maximilian Wegener , Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Wittenbergs Bürgermeister Andé Seidig.
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Wittenberg. Bei der Grundsteinlegung für das neue Eingangsgebäude am historischen Lutherhaus gab Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Zusage, dass der Bund auch künftig die Projekte der Stiftung Luthergedenkstätten weiterhin unterstützen wird. Das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt wird seit Anfang 2025 energetisch saniert und soll im Herbst 2027 mit einer neuen Dauerausstellung wieder eröffnet werden, sagte Stiftungsvorstand Thomas T. Müller.
Der Neubau wird an der Stelle des abgerissenen Direktorenhauses aus den 1930er Jahren errichtet und verleiht dem historischen Ensemble ein modernes Gesicht, sagte Müller. Bis zur Neueröffnung des Museums im nächsten Jahr ist die Sonderausstellung "Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators" im angrenzenden Augusteum mit Exponaten der Wittenberger Sammlungen zu sehen.
Das aktuelle Bauvorhaben wird mit 10,5 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt und 4,8 Millionen Euro vom Bund gefördert. Die Stiftung selbst beteiligt sich mit 300.000 Euro.
- Martin Luther - zumindest als Spielfigur - wurde zusammen mit einer Tageszeitung, einer Münze und aktuellen Dokumenten in die Zeitkapsel für die Grundsteinlegung für die Nachwelt mitgegeben-
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Staatsminister Weimer sagte: "Mit der Sanierung und Erweiterung des Lutherhauses wollen wir diese altehrwürdigen Mauern auch in Zukunft ihre Geschichten erzählen lassen." Mit dem Neubau verbessere sich die Raumsituation des Museums wesentlich, ergänzte Müller. So kann das frühere Wohnhaus von Reformator Martin Luther (1483-1546) in seiner Authentizität erhalten bleiben und sich zugleich mit modernen Standards der Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit präsentieren.
Weimer betonte: "Hier entstanden Luthers reformatorischen Leitschriften, die sich von Wittenberg aus rasend schnell in der ganzen Welt verbreiten und unsere Gesellschaft weit über die Religion hinaus nachhaltig prägen sollten." Luther war nicht nur ein großer Theologe, sondern hatte auch eine Bildungs- und Sozialreform ausgelöst. "Wir brauchen sichtbare Orte, wie diesen wertvollen Leuchtturm der deutschen und europäischen Geschichte", um zur Auseinandersetzung mit der Reformation und mit Luther als Mensch einzuladen, ergänzte Weimer.
- Luthergedenkstätten-Stiftungsvorstand Thomas T. Müller, Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Wittenbergs Bürgermeister André Seidig "versenkten" zur Grundsteinlegung am 10. Juli 2026 diue Zeitkapsel für die Nachwelt, die von Mauermeister Maximilian Wegener eingemauert wurde.
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Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel verwies darauf, dass das Museum "auf einzigartige Weise kulturelles Erbe und Bildungsauftrag" verbindet. Hier war gedacht und diskutiert, gebetet und geplant worden. Deshalb har das Lutherhaus nicht nur als touristisches Reiseziel und authentischer Ort für Gläubige große Bedeutung, sondern auch als außerschulischer Lernort.
Für ein gutes Gelingen des Baus und eine positive Zukunft für das Lutherhaus und die Stadt Wiitenberg erteilte Pfarrer Samuel Nánási vom Lutherischen Weltbund Gottes Segen.
- Pfarrer Samuel Nánási vom Lutherischen Weltbund segnete auch den Grundstein mit einem Kreuzzeichen.
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Das historische Haus mit der authentischen Lutherstube war bereits im 17. und 18. Jahrhundert von Pilgern besucht worden.1883 entstand unter dem Namen "Lutherhalle" das Museum. Seit 1996 gehört es als Teil der Luthergedenkstätten zum Weltkulturerbe der Unesco.
- Das historische Eingangsportal vom Lutherhof bleibt erhalten und bildet künftig den Eingang zum neuen Anbau am Lutherhaus-
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Autor:Thomas Nawrath |
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