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Lautstarke Verkündiger
- hochgeladen von Beatrix Heinrichs
Die Mitgliederentwicklung in den Posaunenchören ist stabiler als in anderen Bereichen der Kirche. Weit über 100 000 Blechbläser in 7000 Chören zählt der evangelische Posaunendienst.
Von Willi Wild
Ein Grund ist die generationsübergreifende Gemeinschaft. Dafür und wegen der musikalischen Bandbreite wurden Posaunenchöre vor zehn Jahren in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Die Posaunenarbeit ist vor 300 Jahren in der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden. Der vermutlich älteste Chor Mitteldeutschlands, in Neinstedt (Kirchenkreis Halberstadt), feiert in diesem Jahr sein 170-jähriges Bestehen. Wer einmal angefangen hat, bleibt oft bis ins hohe Alter dabei.
Mein größter Wunsch als Zehnjähriger war es, Trompete zu spielen. In unserem Dorf bestand die einzige Möglichkeit dazu im neu gegründeten Posaunenchor. Immerhin. Ruth, Harry, Bernd, Thomas und ich bekamen ein Flügelhorn in die Hand gedrückt. Kaum acht Monate später durften wir im Gottesdienst den Pfingstchoral „Nun bitten wir den Heiligen Geist“ mitspielen. Das ist jetzt 50 Jahre her. Und ich bin immer noch freudig dabei, mit Jung und Alt gemeinsam zu musizieren.
Posaunenchöre sind lautstarke Verkündiger der guten Nachricht und Markenbotschafter für den Glauben und die Kirche – eine Konstante und ein Schatz, den es weiter zu pflegen gilt.
Autor:Online-Redaktion |
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