Ostern
Haseloff: Gemeinsam Zeichen der Hoffnung setzen

Magdeburg (epd) -  Mit Blick auf das Osterfest hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) noch einmal auf die Notwendigkeit von Einschränkungen angesichts der Corona-Pandemie hingewiesen. In einer Videobotschaft sagte er, das Osterfest, normalerweise ein Familienfest mit Besuchen, Osterbräuchen und Ostermesse, werde in diesem Jahr anders sein. Haseloff dankte den Kirchen "für das Verständnis, dass das höchste christliche Fest nicht mit den Gemeinden in der traditionellen Liturgie gefeiert werden kann".

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hätten nur Sinn, wenn sie überall und von jedem befolgt werden. Selbstverständlich sei der Osterspaziergang im Freien möglich, sagte der Regierungschef. Er bat aber zugleich, sich auch zu den Feiertagen an die verfügten Regeln zu halten, um weitere Ansteckungen zu verhindern und Menschenleben zu retten. "Nur so können wir das Virus besiegen und ein Zeichen der Hoffnung geben." Das sei schließlich auch der Kern der Osterbotschaft, sagte Haseloff. "Am Ende steht das Leben und nicht Tod und Schrecken. Werden wir dieser Botschaft durch Mitmenschlichkeit gerecht."

Ostern sei das Fest der Hoffnung und der Zuversicht, betonte er. "Wenn wir alle im österlichen Geist zusammenhalten, dann bin auch ich hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass sich unser gemeinsamer Einsatz lohnen wird." Haseloff fügte hinzu, auch für ihn werde es erstmals kein Treffen im Kreis der Familie geben und erstmals werde er nicht die Ostermesse besuchen können.

Bereits Anfang der Woche hatte Haseloff angekündigt, an den Osterfeiertagen auf die alternativen Angebote der Kirchen zurückgreifen. "Die Kirchen haben in der Corona-Krise eine sehr große Innovationskraft gezeigt", sagte der gläubige Katholik. Er habe aber noch nicht entschieden, ob er an den Osterfeiertagen einen Live-Gottesdienst im Fernsehen oder einen Youtube-Gottesdienst seiner Gemeinde mitfeiern werde. Auch wenn es hart sei, die Gottesdienste in dieser wichtigen Zeit ohne Gemeinde feiern zu müssen, funktionierten die Angebote. Man könne auch Fürbitten einspielen. Zudem nutzt Haseloff den Chatdienst Facetime, um gemeinsam mit anderen Familien zu beten.

Auch Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) kündigte an, am Ostersonntag einen Gottesdienst ihrer Kirchengemeinde auf Youtube zu verfolgen. Grimm-Benne ist evangelisch. Dagegen hofft Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) vor allem auf Ruhe an den Osterfeiertagen. Einen virtuellen Gottesdienst wird er nicht "besuchen". Aber er habe großen Respekt vor dem Engagement der Kirchen, fügte er hinzu.

Autor:

Katja Schmidtke aus Halle-Saalkreis

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