Magdeburg gedenkt der Kriegsopfer
Glockenläuten und Schweigemarsch

Blick vom Nordturm des Magdeburger Doms auf die von Trümmern beräumte Altstadt im Juli 1951. | Foto: epd-Bild/Stadtarchiv Magdeburg
  • Blick vom Nordturm des Magdeburger Doms auf die von Trümmern beräumte Altstadt im Juli 1951.
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  • hochgeladen von Oliver Gierens

Mit Gedenkveranstaltungen wird in Magdeburg an die Zerstörung der Stadt am 16. Januar 1945 erinnert. Zugleich startet eine Aktionswoche, um gegen Krieg und Gewalt zu demonstrieren und für Weltoffenheit zu werben.
Magdeburg (epd)
. Mit einem Schweigemarsch und einer Kranzniederlegung ist am Freitagvormittag auf dem Westfriedhof in Magdeburg der Opfer des alliierten Luftangriffes vom 16. Januar 1945 gedacht worden. Neben Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) und Kirchenvertretern nahmen daran zahlreiche Politikerinnen und Politiker sowie Bürgerinnen und Bürger teil. Zeitgleich begann vor dem Magdeburger Dom eine Mahnwache gegen Extremismus und Terrorismus.

Ein Bündnis aus Vereinen, Kirchen und privaten Initiativen nutzt den Gedenktag zum Auftakt für die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“. In den nächsten Tagen sind zahlreiche Lesungen, Konzerte, Filmabende und Vorträge geplant. Es gehe darum, Gesicht zu zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz. Am Freitagabend war auf dem Alten Markt „Magdeburg singt für eine weltoffene Stadt“ mit tausenden Magdeburgerinnen und Magdeburgern geplant.

In Erinnerung an die Zerstörung Magdeburgs stand im Opernhaus traditionell die neunte Sinfonie Ludwig van Beethovens auf dem Programm. Um 21.28 Uhr, dem Zeitpunkt der Bombardierung vor 81 Jahren, sollten stadtweit die Glocken vieler Kirchen läuten.

Nach dem Bombenangriff auf den Rüstungsstandort Magdeburg kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges waren 90 Prozent der Innenstadt zerstört und annähernd 200.000 Menschen obdachlos. Mindestens 2.000 Menschen wurden dabei getötet.

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Online-Redaktion

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