Schlösser, Burgen, Dome
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt feiert Jubiläum
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Vor 30 Jahren wurde die heutige Kulturstiftung Sachsen-Anhalt gegründet, um die bedeutendsten Schlösser, Burgen und Dome des Landes zu erhalten. Am 21. Januar findet der Festakt zum Jubiläum im Kloster Michaelstein statt.
Von Thomas Nawrath
Mit einem Festakt im Kloster Michaelstein begeht die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt am Mittwoch ihr 30. Jubiläum. „Am 16. Januar 1996 begann mit Gründung der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt und wenig später mit Gründung der Stiftung zum Erhalt und zur Nutzung der Dome, Kirchen und Klöster des Landes Sachsen-Anhalt die Erfolgsgeschichte“, sagte eine Sprecherin der Stiftung in Leitzkau (Jerichower Land). Seitdem hätten sich die Investitionen für die Sanierung der historischen Denkmale auf insgesamt rund 219 Millionen Euro summiert.
„Unser Auftrag ist nicht nur der Erhalt und die Pflege des kulturellen Tafelsilbers Sachsen-Anhalts, sondern auch das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die kulturellen Fundamente des Landes zu wecken und zu fördern“, sagte Generaldirektor Christian Philipsen. Deshalb betreibe die Stiftung mittlerweile neun Museen, darunter den Domschatz Halberstadt, das Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) oder das Museum Kloster Jerichow.
Im Vorjahr hätten rund 277.000 Menschen diese Museen besucht. Obwohl das ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um etwa 50.000 Besucher gewesen sei, zeigte sich die Stiftung zufrieden. Denn aufgrund eines Felssturzes war im gesamten Jahr 2025 der Publikumsmagnet Burg Falkenstein im Harz gesperrt gewesen. Dort hatte man zuletzt rund 80.000 Besucherinnen und Besucher gezählt.
Anfänglich zählten drei Schlösser und vier Burgen zum Bestand der Stiftung. Durch Zustiftungen sowie Fusion von Schlösser- und Domstiftung unter Leitung des damaligen Direktors Boje Schmuhl waren es im Jahre 2005 bereits 17 Baudenkmale. Darunter auch der Dom zu Havelberg, der Halberstädter Dom, das Schloss Bernburg in Anhalt sowie Schloss Neuenburg an der Unstrut. Heute hat die Kulturstiftung die Verantwortung für 20 historische Objekte.
Neben großen Restaurierungsaufgaben, beispielsweise am Magdeburger Dom oder der Reithalle von Schloss Köthen machte sich die Stiftung 2021-2025 auch einen Namen durch die archäologische Forschungsgrabung auf dem Domplatz in Magdeburg. Unter Leitung von Rainer Kuhn konnte der bauliche Beleg für eine große Kathedrale zur Zeit Kaiser Ottos des Großen (912-973) erbracht werden. Die reichen Funde waren Anlass, in Domnähe im Jahre 2018 das Dommuseum Ottonianum Magdeburg zu eröffnen.Zu den Bauprojekten zählten zudem ein Erweiterungsbau für das Museum Lyonel Feininger in der Welterbestadt Quedlinburg und 2025 die Wiedereröffnung von Schloss Allstedt nach dreijährigen Sanierungsarbeiten.
Dank des Sonderinvestitionsprogramms von Bund und Land stehen der Kulturstiftung bis 2032 zusätzlich 200 Millionen Euro für projektbezogene Baumaßnahmen an elf Standorten zur Verfügung. Das sei eine „Mammutaufgabe“, aber zugleich die Chance, „nun für eine Vielzahl von Burgen und Schlössern eine umfänglichere Sanierung sowie eine nachhaltige Weiterentwicklung“ sicherzustellen, hieß es. Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt zählt nach eigenen Angaben heute rund 250 Mitarbeitende. Hinzu kommen ebenfalls rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der stiftungseigenen Servicegesellschaft Subsidiarius.
(epd)
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