Missbrauch: Kriterien der Aufarbeitung beraten
Gemeinsame Erklärung als Ziel

Johannes- Wilhelm Rörig
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Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wollen bis zum Ende des Sommers eine Einigung über Standards der Missbrauchs-Aufarbeitung erzielen. Nach einem virtuellen Treffen von Vertretern der EKD mit Rörig hieß es, Ziel sei eine «Gemeinsame Erklärung» zur Aufarbeitung noch vor dem Ausscheiden Rörigs als Missbrauchsbeauftragter im September.

Beide Seiten betonten, die Gespräche verliefen konstruktiv. Seit November 2018 arbeitet die EKD mit dem Unabhängigen Beauftragten bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zusammen. An dem Treffen mit Rörig hatten am 25. Februar erstmals auch Vertreter des neuen Betroffenenbeirats der EKD teilgenommen. Darüber freue er sich, sagte Rörig.

Es dauere nun noch etwas, bis die «Gemeinsame Erklärung» mit allen kirchlichen Gremien abgestimmt sei, so der Missbrauchsbeauftragte. Er betonte die Bedeutung von unabhängiger Aufarbeitung. «Unabhängige Aufarbeitung braucht klare Strukturen externer Expertise – und die wichtige Einbeziehung von Betroffenen.» Der Sprecher des EKD-Beauftragtenrates, Christoph Meyns, betonte das gemeinsame Ziel einer lückenlosen Aufarbeitung. «Dass Menschen in der evangelischen Kirche sexualisierte Gewalt erlitten haben, schmerzt uns unermesslich», sagte er.

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hatte sich im April 2020 mit dem Unabhängigen Beauftragten auf verbindliche Kriterien für die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt geeinigt und mit der Einsetzung von der Kirche unabhängiger Aufarbeitungskommissionen begonnen.
Die EKD hatte im Herbst 2018 einen Elf-Punkte-Plan zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche beschlossen. Er sieht neben einer Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Beauftragten zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs auch eine umfassende wissenschaftliche Studie und die Beteiligung von Betroffenen an der Aufarbeitung vor.

(epd) 

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