Auf Abschreckung ist zu verzichten
Friedensappell gegen Atomwaffen

Nach dem Inkrafttreten des internationalen Atomwaffenverbotsvertrags fordern Vertreter der kirchlichen Friedensarbeit eine neue Sicherheitspolitik und einen Verzicht auf atomare Abschreckung. "Gegen das Festhalten am System der atomaren Abschreckung wollen wir für ein System gemeinsamer Sicherheit werben", heißt es in einer am 1. Februar in Berlin verbreiteten Erklärung. Rund 60 Christinnen und Christen haben sie unterzeichnet.
Das am 22. Januar 2021 in Kraft getretene völkerrechtliche Verbot der Atomwaffen erwecke Hoffnung, heißt es in der Erklärung: "Es kann zum Beginn der atomaren Abrüstung werden, wenn auch die Doktrin der atomaren Abschreckung als ungeeignetes Instrument der Kriegsverhütung entlarvt und politisch überwunden wird." Die Kirchen müssten die "andauernde Legitimation der Atombewaffnung als Instrument der Abschreckung und Kriegsverhütung infrage" stellen, betonten die Initiatoren. Christen hätten eine besondere Verantwortung für den Frieden. Die Unterzeichnenden fordern auch die EKD auf, „nicht länger zu ignorieren, dass sich in den 80er-Jahren die Kirchen in der DDR angesichts einer vergleichbaren Bedrohung zu einem ›Nein ohne jedes Ja‹ gegenüber einer Politik und Praxis der Abschreckung bekannt haben“.
Zu den Unterstützern des Aufrufs gehören die früheren Bischöfe der Kirchenprovinz Sachsen, Christoph Demke und Axel Noack, der Erfurter Propst Heino Falcke, die Theologen Konrad Raiser und Friedrich Schorlemmer, der Friedensforscher Dieter Senghaas und die Grünen-Politikerin Antje Vollmer. Weitere Unterzeichner sind unter anderem der Physiker und DDR-Bürgerrechtler Sebastian Pflugbeil, die Theologin und ehemalige brandenburgische Ausländerbeauftragte Almuth Berger, der frühere Generalsekretär der deutschen Sektion von Pax Christi, Joachim Garstecki, und der frühere Dresdner Superintendent Christof Ziemer.

(epd/red) 

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Online-Redaktion aus Weimar

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