Freitag vor 1
Ein Geschenk Gottes?
- hochgeladen von Claudia Crodel
Das Erntedankfest, das traditionelle Fest, um Gott für die eingebrachte Ernte und die Gaben der Natur zu danken, wird in den Kirchengemeinden meist am ersten Oktoberwochenende gefeiert. In diesem Jahr und auch im nächsten Jahr fällt es auf das Wochenende, an dem auch die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begangen werden.
Aber kann man das überhaupt inhaltlich zusammenbringen? Eine bundesweite Umfrage der mitteldeutschen Kirchenzeitungen macht es deutlich: Das Erfurter Meinungsforschungsinstitut Insa Consulere führte im Auftrag der mitteldeutschen Kirchenzeitungen „Glaube und Heimat“ und „Der Sonntag“ eine Umfrage durch, an der sich 2006 Personen aus ganz Deutschland beteiligten. Die Frage lautete: „Ist die Deutsche Einheit rückblickend ein Geschenk Gottes?“ Das bejahten 41 Prozent der Umfrageteilnehmer. Selbst 32 Prozent der Konfessionslosen stimmten dieser Annahme zu.
In der Umfrage ging es auch um die Faktoren, die eine wichtige Rolle beim Zustandekommen der Deutschen Einheit spielten. Da gingen die Meinungen in Ost und West auseinander. Zwar wird die mutige Zivilbevölkerung und die Bürgerrechtsbewegung in der DDR von 32 Prozent als Hauptfaktor angesehen. Allerdings sehen das im Osten Deutschlands fast die Hälfte der Befragten so, während dies im Westen nur von 28 Prozent als größter Faktor bezeichnet wird. Auch dem politischen und wirtschaftlichen Zerfall der Sowjetunion wird ein großer Anteil am Zustandekommen der Deutschen Einheit beigemessen.
Die geringste Rolle wird übrigens dem Anteil der Arbeit der evangelischen Kirche und den Gebetskreises zuteil, und das sowohl in Ost (vier Prozent) wie West (fünf Prozent).
Die Einschätzung Arbeit der evangelischen Kirchengemeinden und der Gebetskreise sollte das jedoch nicht schmälern, wissen wir doch, dass sie viel Gutes leisten.
Das kann man auch wieder bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe unserer Kirchenzeitung erfahren.
Autor:Claudia Crodel |

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