SED-Unrecht

Beiträge zum Thema SED-Unrecht

Aktuelles

Novellierung der Rehabilitierungsgesetze
"Gauck-Behörde" wichtigstes Symbol der Aufarbeitung

Weimar (G+H) - Den Beschluss des Bundestages, die Stasi-Akten bis Mitte 2021 in das Bundesarchiv zu überführen, hat die frühere Thüringer Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Hildigund Neubert, gegenüber "Glaube+Heimat" kritisiert. Sie bedauerte die Schließung der "Gauck-Behörde": "Sie war das wichtigste Symbol der Aufarbeitung und eine zuverlässige Quelle für die Aufdeckung vieler SED-Verbrechen." Das Thema werde damit in die Historizität abgedrängt. Im Zusammenhang mit der Novellierung der...

  • Weimar
  • 07.11.19
  • 48× gelesen
Glaube und Alltag

DDR-Unrecht Aufarbeiten
Die in der DDR verfolgten Schülern nicht vergessen

In den nächsten Wochen werden im Bundestag die Gesetze zur Rehabilitierung der Opfer der SED-Diktatur novelliert. Das Bundeskabinett hat dazu eine Gesetzesvorlage vorgelegt. Entgegen der Forderungen der ostdeutschen Länder und des Bundesrates wurden dabei die sogenannten "verfolgten Schülern" nicht berücksichtigt. Im Einigungsvertrag wurde jedoch beschlossen, dass aus der rechtliche Feststellung des Unrechts ("Rehabilitierung") ein Anspruch auf Ausgleichsleistungen resultiert. Dies ist...

  • Gera-Weimar
  • 28.05.19
  • 255× gelesen
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Blickpunkt Premium
Am Haken: Ein Martin-Luther-Denkmal wurde Ende Oktober 1989 vom Standort in der Stephanusstiftung Berlin-Weißensee ins Stadtzentrum Ost-Berlins transportiert. Sechs Jahre zuvor, 1983, zum 500. Geburtstag des Reformators, wurde Luther in der DDR groß gefeiert. Das hinterließ Spuren in der Kirche.
2 Bilder

Reformator am Haken

»Bewaffneter Friede«: Vom Fürstenknecht zum Anführer der »frühbürgerlichen Revolution«. In den späten Jahren der DDR missbrauchte die SED Luther für ihre Zwecke. Das entfremdete die Kirche von ihrem Reformator. Von Gisa Bauer Mit Herrn Luther ist alles in Butter« – so reimte 1983, im Jahr der »Martin Luther Ehrung der Deutschen Demokratischen Republik« anlässlich dessen 500. Geburtstags das Ostberliner Kabarett »Die Distel« und spottete weiter: »Wer immer noch glaubt der Martin sei für...

  • 07.04.19
  • 95× gelesen
Kirche vor Ort
»Sag mir, wo du stehst«: Der Comicraum in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt erzählt Lebens-geschichten interaktiv.

SED-Vergangenheit: Neuer Landesbeauftragter für die Aufarbeitung gewählt
Kein Ein-Generationen-Projekt

Peter Wurschi ist Thüringens neuer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Landtag wählte den promovierten Sozialwissenschaftler Ende September in geheimer Abstimmung mit deutlicher Mehrheit. Auf den Kandidaten des rot-rot-grünen Regierungslagers entfielen 54 Ja-Stimmen bei 24 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Wurschi ist bislang als leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stiftung Ettersberg tätig. Der 44-Jährige übernimmt am 21. November das Amt von Christian...

  • Erfurt
  • 19.10.18
  • 12× gelesen
Aktuelles

SED-Vermögen für Aufarbeitung

Berlin (epd) – Der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte Tom Sello fordert, Gelder aus SED-Vermögen zur Aufklärung über die DDR-Diktatur zu verwenden. »Wenn man bedenkt, woher die Gelder stammen, sollten damit vor allem Projekte finanziert werden, die zur Aufklärung über die SED-Diktatur beitragen«, sagte Sello. Laut Medienberichten bekommt das Land Berlin rund 15 Millionen Euro aus dem Parteivermögen der SED. Im Juli soll über die Verwendung entschieden werden.

  • 04.07.18
  • 3× gelesen
Kirche vor Ort

SED-Unrecht und der Alltag von Christen in der DDR

Dialog: Thüringer Landesregierung lässt Betroffene zu Wort kommen – Aufarbeitung soll Legislatur überdauern Von Sabine Kuschel Sie wäre gern Ärztin geworden, wegen ihres christlichen Glaubens jedoch sei ihr in der DDR das Medizinstudium verwehrt geblieben. Regine Hoster wählte einen mittleren medizinischen Beruf. Sie gehört zu den in der DDR verfolgten Schülern und wünsche sich eine finanzielle Ausgleichszahlung für die Nachteile. Wäre sie Ärztin geworden, hätte sie mehr verdient und ihre...

  • Weimar
  • 21.07.17
  • 18× gelesen
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