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Krankenhaus

Beiträge zum Thema Krankenhaus

Aktuelles

Orientierungslos auf Station

Demenzpatienten: Nur wenige Kliniken sind auf deren wachsende Zahl eingestellt Von Claudia Rometsch Die alte Dame war noch rüstig und sollte nur zur Abklärung einer Blutarmut ins Krankenhaus. Doch der Klinikaufenthalt wurde für sie und ihre Tochter zum Horrortrip. Denn Elisabeth Schmidt (Name geändert) leidet unter Alzheimer, ist vergesslich und orientierungslos. Mehrfach fand ihre Tochter sie barfuß in der Kälte im Krankenhausgarten. Die Folge: Damit sie nicht mehr wegläuft, fesselte das...

Kirche vor Ort

Wenn die Seele um Hilfe ruft

Ökumenische Klinikseelsorge im Fachklinikum Stadtroda kümmert sich um Patienten mit seelischen Erkrankungen Von Constanze Alt  Muscheln, Lichter, aromatischer Tee – Ellen Hoffmann und Cornelia Fris trotzen der dunklen Jahreszeit durch die gemütliche und herzliche Atmosphäre, die sie sich in ihrem Büro geschaffen haben. Eine der beiden Klinikseelsorgerinnen ist Protestantin, die andere Katholikin. Gemeinsam aber sind sie in bestem ökumenischen Sinne da – für die Patienten, die Angehörigen und...

Feuilleton

Heilende Musik

Hainich-Klinikum ist »Singendes Krankenhaus« Von Claudia Götze Oh, lass es dir gut gehen«, »Ein schöner Tag«, und »Ein kleines Lied« – diese und andere Lieder erklingen regelmäßig im Sozialzen­trum des Ökumenischen Hainich Klinikums (ÖHK) in Mühlhausen. Vor allem deshalb darf sich die Klinik als erstes Krankenhaus in den neuen Bundesländern »Singendes Krankenhaus« nennen. »Singen ist heilsam«, sagt die evangelische Klinikseelsorgerin Kathrin Skriewe. Seit fast zwei Jahren treffen sich...

Kirche vor Ort

Zeit verschenken

Die Grünen Damen und Herren sorgen seit 20 Jahren für die Patienten in Quedlinburg Von Uwe Kraus Montags hat Marianne Müller ihren Tag in Grün. Geschickt zieht sie ihren grünen Kasack über und knotet ihr Tuch. Seit zehn Jahren gehört sie zu den Grünen Damen und Herren im Quedlinburger Harzklinikum; 20 Menschen, die hier Zeit verschenken. Sie sind auf den Stationen und den Pflegeeinrichtungen unterwegs, um sich um die Patienten zu kümmern. Dort, wo die medizinische Versorgung aufhört und das...

Blickpunkt

Spagat: »menschlich wichtig und ökonomisch machbar«

Oberkirchenrat Thomas Begrich zur Schließung des Johanniter-Krankenhauses in Genthin. Der Sekretär für Gesundheitswesen bei der SED-Bezirksleitung erklärte mir einst, warum er nur in ein kirchliches Krankenhaus gehen würde: Dort meine man immer den ganzen Menschen. Besser kann man den kirchlich-diakonischen Anspruch kaum beschreiben. Damals, in den 1980er-Jahren, war ich Verwaltungsleiter am Johanniter-Krankenhaus in Genthin. Es war in dieser Zeit eine große Herausforderung, so ein Krankenhaus...

Blickpunkt
Verlassen: Das Johanniter-Krankenhaus in Genthin kann seinen 150. Geburtstag im nächsten Jahr nicht mehr feiern. | Foto: Thomas Begrich
2 Bilder

Aus mit Ansage nach 150 Jahren

Tätige Nächstenliebe: Auch christliche und diakonische Krankenhäuser sind dem Kostendruck der Branche längst unterworfen. Ein Beispiel aus Genthin. Von Simone Pötschke Bevor das Genthiner Johanniter-Krankenhaus im Sommer nächsten Jahres sein 150-jähriges Bestehen gefeiert hätte, zog die Geschäftsleitung die Notbremse. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die traditionsreiche Einrichtung zum 30. September geschlossen. Überraschend kam dieser Schritt nicht. Laut des im Jahr 2004 beschlossenen...

Aktuelles

Eine Frage der Definition

Zwischen Form und Inhalt: Formale Kriterien entscheiden, wann eine Klinik, eine Sozial- station oder ein Pflegedienst sich diakonisch nennen dürfen. Das Beispiel der Lungenklinik Ballenstedt fordert zum Umdenken auf. Von Katja Schmidtke Die Diakonie Mitteldeutschland prüft den Ausschluss einer Einrichtung. Der Wohlfahrtsverband der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM) und der Landeskirche Anhalts beschäftigt sich mit der Lungenklinik Ballenstedt. Der Grund: Das Krankenhaus, das bis zum...

Kirche vor Ort
Auftritt: Dorothea Kromphardt (re.) und Karina Esche bringen als »Fräulein Rosa« und »Frau Blau« ein Lächeln in die Zimmer auf der Palliativstation im Jenaer Universitäts­klinikum. | Foto: Beatrix Heinrichs
2 Bilder

Fräulein Rosa und Frau Blau

Humor im Krankenhaus: Zwei Klinik-Clowns bringen Leichtigkeit in Patientenzimmer. Von Beatrix Heinrichs Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum.« – Gedämpft dringt die kleine Melodie durch die Wände. Als der Gesang verklingt, wird eine Tür geöffnet und »Fräulein Rosa« und »Frau Blau« treten in den Flur der Palliativstation des Universitätsklinikums Jena. An ihren Handgelenken baumeln große Taschen, die Petticoats rascheln unter ihren Kleidern. Das Lied habe der Patientin gefallen, sie...

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