Kalenderblatt

Beiträge zum Thema Kalenderblatt

Feuilleton
Torgau: In der Alten Superintendentur erarbeiteten Martin Luther, Philipp Melanchthon, Justus Jonas und Johannes Bugenhagen 1530 die "Torgauer Artikel", die Grundlage des Augsburger Bekenntnisses.

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Kirche wäre ohne Melanchthon eine andere

Meist nur unfreiwillig soll Melanchthon Studierzimmer und Universitätslehrsaal verlassen haben: ein hochbegabter und etwas menschenscheuer Intellektueller. Von Volker Hasenauer  Doch aus den Wirren der Reformationszeit konnte sich Melanchthon nicht heraushalten – und wurde gezwungenermaßen zum Religionspolitiker: Zwischen den eskalierenden religiösen und politischen Gegensätzen versuchte er bis zuletzt zu vermitteln. Zugleich setzte sich der Pädagoge und Theologe für den Aufbau von...

  • 16.02.22
  • 33× gelesen
FeuilletonPremium
Am Rande des Pfälzer Waldes: Bei einer Synode im Kloster Limburg, von dem heute nur noch eine Ruine erhalten ist, wurde die Dauer der Adventszeit festgelegt. Der Zusammenkunft der Bischöfe im Jahr 1038 war ein kurioser Disput vorangegangen, der als „Straßburger Adventsstreit“ in die Geschichte eingegangen ist.

Kalenderblatt
Wie die Pfälzer den Advent erfanden

Wie lange darf das Warten auf die Ankunft Jesu dauern? Kaiser Konrad II. wollte den Fall für die Christen in seinem Reich ein für alle Mal geregelt wissen – und traf im Jahr 1038 eine Entscheidung. Von Alexander Lang Wann beginnt der erste Advent, und wie viele Adventssonntage gibt es? Über diese für die gottesdienstliche Praxis bedeutsame Frage gerieten sich im Mittelalter nicht nur die Theologen, sondern auch viele Gläubige immer wieder in die Haare. Am 3. Dezember 1038 legte eine Synode im...

  • 25.11.21
  • 8× gelesen
Feuilleton
Karlheinz Böhm 1985 in einem Dorf im Erer-Tal in Äthiopien

Kalenderblatt
Eine Mark für "Wetten, dass . .?"

Äthiopien ist einer der ärmsten Staaten der Welt. 1981 gibt Schauspieler Karlheinz Böhm mit einer Fernsehwette den Startschuss zur Gründung einer Hilfsorganisation für das ostafrikanische Land: «Menschen für Menschen». Von Daniel Staffen-Quandt Es war ein fast flehentlicher Appell: «Ich wünsche mir jetzt, dass ich diese Wette gegen Sie alle verliere», sagte Schauspieler Karlheinz Böhm in die Fernsehkameras. In der noch jungen ZDF-Sendung «Wetten, dass..?» wettete er im Mai 1981, dass nicht...

  • 12.11.21
  • 22× gelesen
Feuilleton
Äthiopischer Ehrenbürger: Karlheinz Böhm, 2014 verstorben, gründete die Stiftung "Menschen für Menschen".

Wie Karlheinz Böhm Fernsehgeschichte schrieb
Eine Wette mit Folgen

Schöne Menschen, herzergreifende Musik, Postkarten-Idylle: Die Sissi-Filme sind längst Klassiker des Kitschs. Das Image des Traumprinzen habe sein kritisches Denken eingehüllt, sagte Karlheinz Böhm rückblickend. Von Paula Konersmann Die Rolle seines Lebens fand er erst mit 53 Jahren: Damals gründete er die Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen". Der Auslöser liegt am 16. Mai genau 40 Jahre zurück. Nachdem er während einer Kur mit der Not in Afrika konfrontiert worden war, kam Böhm als Gast zu...

  • 14.05.21
  • 18× gelesen
Feuilleton
Worms: Wo heute eine Ampel an Luther erinnert, wurde vor 500 Jahren Kirchengeschichte geschrieben.

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Ein einzelner Mönch gegen die gesamte Christenheit

Unzählige Schaulustige strömten auf die Straßen von Worms, als am 16. April 1521 ein von Reitern begleiteter Pferdewagen durch das Stadttor rumpelte. Von Karsten Packeiser Nach einer zweiwöchigen Reise aus Wittenberg war Martin Luther am Ziel: Wegen seiner provokanten Kritik an den Zuständen in der Kirche hatte er eine Vorladung zum Wormser Reichstag erhalten. Die Ereignisse der kommenden Tage wurden zum Wendepunkt für die Kirchengeschichte – denn Luther blieb standhaft, widerrief nicht, und...

  • 10.04.21
  • 21× gelesen
Eine Welt
Pfarrer und Poet: Kurt Marti gilt als analytischer Beobachter. Gesellschaftskritik verpackte er in Sprachwitz.

Kurt Marti
Mit nüchternem Blick auf die Ewigkeit

Glücklich ihr Atheisten! / ihr habt es leichter», heißt es in einem Gedicht von Kurt Marti, einem der bedeutendsten Lyriker der Schweiz. Der Zweifel war für den reformierten Pfarrer «immer ein Stimulans des Glaubens. Ein Glaube ohne Zweifel ist mir verdächtig», sagte er der «Berner Zeitung» in seinem letzten Interview. Am 31. Januar wäre der Grenzgänger zwischen Literatur und Religion 100 Jahre alt geworden. Marti galt seit den 1950er-Jahren als analytischer Beobachter des politischen Klimas...

  • 07.02.21
  • 49× gelesen
Blickpunkt

Vor 80 Jahren starb der »Erfinder« der biblischen Jahreslosung, der Theologe Otto Riethmüller
»Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht«

Ein Bibelwort, das über ein ganzes Jahr gestellt wird – das klingt heute nach einer frommen Übung, war aber beim Start 1930 hochpolitisch. Erfunden hat die Tradition der biblischen Jahreslosungen der württembergische evangelische Theologe Otto Riethmüller (1889–1938). Er starb am 19. November vor 80 Jahren in Berlin. ... Sie möchten mehr erfahren? Den kompletten Artikel finden Sie im E-Paper und in der gedruckten Ausgabe der Mitteldeutschen Kirchenzeitung „Glaube + Heimat“ (Nr. 46), erhältlich...

  • 23.11.18
  • 35× gelesen
Aktuelles

Kalenderblatt
»Eine echte Pionierleistung«

Vor 25 Jahren: Erster evangelischer Kirchenvertrag in neuen Bundesländern unterzeichnet Von Angela Stoye Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass in der Lutherstadt Wittenberg der sogenannte Wittenberger Vertrag unterzeichnet wurde. Der Vertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und sechs im Land vertretenen evangelischen Kirchen war der erste Staatskirchenvertrag in den neuen Bundesländern. Ihm folgten 1994 der Güstrower Vertrag (Mecklenburg-Vorpommern), der Vertrag des Freistaates Thüringen und...

  • 26.09.18
  • 14× gelesen
Eine Welt

Blickwechsel
Der Schock von 1968 wirkt bis heute

In wenigen Tagen jährt sich zum 50. Mal der Einmarsch von Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei. Von Steffen Neumann Die Panzerwagen, die im Morgengrauen des 21. August über die Grenzen rollten oder im Minutentakt auf den Flughafen in Prag eingeflogen wurden, setzten dem Prager Frühling ein vorläufiges Ende. Sie möchten mehr erfahren? Den kompletten Artikel finden Sie im E-Paper und in der gedruckten Ausgabe der Mitteldeutschen Kirchenzeitung „Glaube + Heimat“ (Nr. 33),...

  • 15.08.18
  • 11× gelesen
Eine Welt
Brutaler Einmarsch: Die Panzer der »Sozialistischen Bruderstaaten« wurden von der Prager Bevölkerung mit erhobenen Fäusten begrüßt und in Erinnerung an die faschistische Besatzung mit Hakenkreuzen und SS-Runen versehen.

Der Tag, an dem die Panzer rollten

 Seltenes Zeitdokument: Ein Jenaer Theologiestudent hielt die Niederschlagung des »Prager Frühlings« mit der Kamera fest Von Harald Krille In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 machten die Truppen des Warschauer Paktes dem Experiment eines »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« in der damaligen Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik ein blutiges Ende. ... Sie möchten mehr erfahren? Den kompletten Artikel finden Sie im E-Paper und in der gedruckten Ausgabe der Mitteldeutschen...

  • 15.08.18
  • 44× gelesen
Feuilleton
5 Bilder

Kalenderblatt
»Umkehr führt weiter«

Vor 30 Jahren tagte die Thüringer Jugendversammlung in Gotha. Von Aribert Rothe »Die Zeit ist erfüllt! Tut Buße!« Mit diesem Umkehrruf hat Jesus seine Wirksamkeit begonnen (Markus 1,15). In der krisenhaften Endzeit der DDR wurde das 1988 zum Motto des Thüringer Kirchentags: »Umkehr führt weiter«. Die evangelische Jugendarbeit lud vorher nach Gotha ein. Vier Tage ab Himmelfahrt »wollen wir miteinander etwas wachsen und entstehen lassen.« Eine basisdemokratische Vorbereitungsgruppe aus...

  • Gotha
  • 14.05.18
  • 187× gelesen
Kirche vor Ort

Erinnerung an  drei Kreisoberpfarrer

Dessau-Roßlau (G+H) – Die Landeskirche Anhalts gedenkt des Todes von drei Kreisoberpfarrern, die am 28. Februar vor 60 Jahren durch einen Verkehrsunfall ums Leben kamen. Kirchenpräsident Joachim Liebig ruft aus diesem Anlass die anhaltischen Gemeinden in den Gottesdiensten am 4. März zu Fürbitten für die drei Geistlichen und ihre Angehörigen auf. »Dieser tiefe Einschnitt für die ganze Landeskirche ist unvergessen«, so der Kirchenpräsident. »Im Gedenken an die verstorbenen Brüder lassen wir uns...

  • Dessau
  • 05.03.18
  • 32× gelesen
Feuilleton
»Blick über Wiener Vorstadthäuser und Gärten« – 
Gemälde von Adalbert Stifter (Repro:  epd-bild/akg-images)

»Einer der wunderlich packendsten Erzähler« 

Zum 150. Todestag des Schriftstellers Adalbert Stifter am 28. Januar Von Claudia Schülke Auf dem Hochkamm im Dreiländereck zwischen Bayrischem Wald und Böhmerwald ragen die Fichten nackt in den Himmel. Es ist die Heimat des Dichters Adalbert Stifter (1805 bis 1868), in seiner Novelle »Hochwald« hat er sie beschrieben. Noch heute erinnert ein Obelisk auf der Felswand am tschechischen Plöckensteiner See an den Dichter. Stifter, gestorben vor 150 Jahren am 28. Januar 1868, hat den größten Teil in...

  • Weimar
  • 24.01.18
  • 65× gelesen
Feuilleton
Stoff für Legenden: Hinter den Mauern der Glaubenskongregation schlummern noch viele Geheimnisse

Schluss mit der Geheimniskrämerei

»Wie Troja ausgraben«: Vor 20 Jahren wurde das Archiv der römischen Inquisition für Forscher geöffnet Von Bettina Gabbe (epd) Alles, was im Vatikan mit Geld und geheimen Dokumenten zu tun hat, bleibt meist hinter hohen Mauern verborgen. Die Öffnung des Archivs der römischen Inquisition am 22. Januar 1998 war darum eine kleine Sensation. Die Geheimhaltung hatte über die Jahrhunderte zur Bildung etlicher Legenden und Verschwörungstheorien geführt und die Fantasie von Schriftstellern angeregt....

  • Weimar
  • 22.01.18
  • 19× gelesen
Feuilleton

Deine Augen werden sehen

Erinnerung: 100. Geburtstag von Altbischof Werner Krusche Von Jörg Uhle-Wettler Als Werner Krusche seine Lebenserinnerungen sortieren wollte, habe ich es als große Ehre empfunden, dass er mich bat, ihm zu helfen. Nicht ahnend, in welche Tiefen es gehen würde. Viele Monate haben wir gebraucht. Am Ende stand die Frage, wie wir das Buch nennen, das knapp 400 Seiten Umfang hat und niemanden kaltlässt, der es liest. Werner Krusche wollte: »Weg hast Du aller Wegen« von Paul Gerhardt. Sein erster...

  • Magdeburg
  • 22.11.17
  • 26× gelesen
Feuilleton
Käthe Kollwitz: Selbstbildnis von vorn, 1922/23, Holzschnitt, Schenkung von Dr. William Faller an das Käthe Kollwitz Haus Moritzburg

Anwältin der Bedrängten

Erinnert: Vor 150 Jahren wurde Käthe Kollwitz geboren Von Veit-Mario Thiede Ich soll das Leiden der Menschen aussprechen.« Mit diesen Worten beschrieb die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz ihre Lebensaufgabe. Wegen dieser sozialen Haltung ist die Künstlerin hoch geachtet, wird aber auch als »Schmerzensmutter der Nation« bespöttelt. Doch ihr Sohn Hans wandte ein: »Was konnte die Mutter lachen und wie sehnte sie sich, zu lachen. Menschen, die sie nur erlebt haben mit ihren guten traurigen...

  • Weimar
  • 13.07.17
  • 359× gelesen
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