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Wie sag ich’s meinem Kind?

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Es ist 19.40 Uhr, wir sind spät dran mit dem Abendessen, und mein 12-jähriger Sohn rutscht unruhig auf seinem Stuhl hin und her.

Von Beatrix Heinrichs

"Gleich laufen die Logo-Nachrichten, Mama." Er sieht mich an, mein Teller ist noch nicht leer. "Die will ich nicht verpassen", äußert er mit großer Dringlichkeit. Seit Tagen geht das nun schon so.

Den Kindern geht es im Moment nicht anderes als uns – sie haben viele Fragen: Was passiert da eigentlich in der Ukraine? Kommt der Krieg auch zu uns? Warum macht Putin das? Wieso, weshalb, warum – so ein kleines Kinderleben besteht meist aus nichts anderem als aus Fragen. Und das ist gut so, sind sie doch die Angelschnur, von der aus ein jeder Lernerfolg an den Haken geht. Auch wir Eltern sind lernfähig, üben uns darin, geduldig und gerne auch mehrfach in verschiedenen Auslegungen die kleinen und großen "Ws" des Nachwuchses zu beantworten. Eigentlich sollte uns die Frage-Antwort-Runde keine Mühe bereiten. Eigentlich. Angesichts unserer eigenen Verunsicherung ist das nur alles gar nicht so einfach. Und das Thema aussparen – keine Alternative. Kinder haben oft bessere Antennen für die Stimmungen in ihrer Umwelt, als uns bewusst ist.

Kinder dürften nicht «in Unwissenheit» gelassen werden, betonen Psychologen. Genauso wenig aber sollte man sie mit Bildern von rollenden Panzern, Raketenangriffen und Menschen in U-Bahn-Stationen überfordern. Anlässlich der aktuellen Lage hat Flimmo, ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern, auf seiner Internetseite geeignete Informationsquellen zusammengestellt. Zudem gibt es für Eltern Anregungen, wie sie mit Kindern über die aktuellen Ereignisse sprechen können, um ihnen Ängste zu nehmen. Zumindest das ist eine gute Nachricht.

Autor:

Beatrix Heinrichs

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