Soziales
Bericht: Reiche Kinder erhalten drei Mal mehr Geld als arme

Schatten einer Mutter und ihren Kindern. Keine andere gesellschaftliche Gruppe leidet so oft und umfassend unter den Auswirkungen von Armut wie Alleinerziehende.
  • Schatten einer Mutter und ihren Kindern. Keine andere gesellschaftliche Gruppe leidet so oft und umfassend unter den Auswirkungen von Armut wie Alleinerziehende.
  • Foto: Maike Gloeckner
  • hochgeladen von Katja Schmidtke

Frankfurt a.M. (epd) -  Reiche Eltern geben einem Bericht zufolge für ihre Kinder drei Mal so viel Geld aus wie arme. Von zehn gleich großen Gruppen der Eltern in Deutschland wendeten die einkommensschwächsten zehn Prozent 424 Euro für ein Einzelkind auf, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Dienstag) laut Vorabmeldung berichtete. Die einkommensstärksten zehn Prozent gaben für ihr Einzelkind mit 1.212 Euro hingegen das 2,9-Fache aus. Das Blatt berief sich auf eine Studie des Statistischen Bundesamts mit dem Titel «Konsumausgaben von Familien für Kinder».

Besonders krass sind die Differenzen laut Bericht in der Gesundheitspflege: Hierfür erhielten arme Kinder elf Euro, reiche hingegen mehr als das Zehnfache (113 Euro). Für Bücher bekämen Kinder einkommensstarker Haushalte die dreifache Summe (27 versus neun Euro), ebenso für das Bildungswesen generell (83 versus 28 Euro). Für Kleidung und Schuhe geben die Eltern reicher Kinder den Angaben zufolge 87 Euro im Monat aus, arme lediglich 36. Für Reisen nenne die Tabelle bei den ärmeren erst gar keinen Betrag - die Fallzahlen seien hierfür zu klein, arme Kinder verreisten kaum.

Im Durchschnitt geben Paare 763 Euro jeden Monat für ein Einzelkind aus, wie es weiter hieß. Zwei Kinder kosteten 1.276 Euro, drei Kinder 1.770 Euro. Mit steigender Kinderzahl erhöhten sich die Kosten auch relativ: Ein Einzelkind verbrauche 21 Prozent aller Konsumausgaben des Paares. Zwei Kinder machen den Angaben nach schon exakt ein Drittel des Geldes aus, für drei Kinder muss ein Paar im Durchschnitt 41 Prozent seiner Gesamtausgaben abzwacken.

Die Erhebung des Bundesamts basiert laut FAZ auf der größten Einkommensbefragung innerhalb Deutschlands, der sogenannten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe. Diese finde alle fünf Jahre statt. An der aktuellen Erhebung im Jahr 2018 hätten etwa 60.000 Haushalte teilgenommen.

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Katja Schmidtke

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